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Methoden zur Einhaltung von Auslöse- und maximalen Expositionswerten zum Lärm

Deckblatt des Berichtes "Methoden zur Einhaltung von Auslöse- und maximalen Expositionswerten zum Lärm"

Dieser Forschungsbericht befasst sich mit der Messtechnik und den Messverfahren zur Bestimmung der Lärmexposition am Arbeitsplatz und insbesondere deren Messunsicherheit. Die Untersuchung schließt auch die Verfahren zur Bestimmung der individuellen Dämmwirkungen des Gehörschutzes der Beschäftigten ein.

In einem vorangestellten kurzen Teil werden die Normen zur Messung der Lärmexposition am Arbeitsplatz vergleichend beschrieben.

Es folgt eine systematische Zusammenstellung der Begriffe zur Lärmexposition. Die richtige Anwendung der Begriffe ist die entscheidende Voraussetzung für die fachlich korrekte Ermittlung des Tages-Lärmexpositionspegels LEX,8h und des Spitzenschalldruckpegels LpC,peak sowie für die Entwicklung der Messverfahren.

Zusätzlich werden die Forderungen an die akustischen Geräte zur Messung der Lärmexposition auf der Basis der Normen DIN EN 61672-1 und DIN EN 61252 und den in der Praxis gewonnenen Messerfahrungen zusammengestellt.
Im Hauptteil des Forschungsberichtes werden ausführlich die Messunsicherheiten bei Schallpegelmessungen erarbeitet und die vier voneinander abgrenzbaren Methoden zur Ermittlung der Lärmexposition dargestellt:

  1. kontinuierliche Messung über einen Gesamtmesszeitraum (z. B. eine Arbeitsschicht),
  2. kontinuierliche Messung in Teilmesszeiten des Gesamtmesszeitraumes,
  3. Stichprobenmessung im Gesamtmesszeitraum und
  4. kombinierte Messung im Gesamtmesszeitraum (Kombination aus den Messmethoden 1 bis 3).

Die Vorgehensweise bei der Ermittlung der Messwerte, der Messgrößen, der Ergebnisgrößen und der Messunsicherheiten wird an Hand von Beispielen erläutert. Auf der Grundlage der Unsicherheitsanalysen von verschiedenen Lärmmessverfahren wird gezeigt, dass in der Regel nennenswerte Unsicherheitsbeiträge nur von der Messmethode in Verbindung mit dem Messobjekt (ΔLU-Methode) und dem Messgerät plus Kalibrierung (ΔLU-Messgerät) herrühren.

Für die Darstellung der Messwerte, der Messgrößen, der Ergebnisgrößen und der Messunsicherheiten wird im Forschungsbericht eine einheitliche Beschreibungssystematik erarbeitet, die eine einheitliche Darstellung in Pegelschreibweise ermöglicht. Für die Messverfahren zur Bestimmung des Tageslärm-Expositionspegels LEX,8h, des Wochenlärmexpositionspegels LEX,40h und des Spitzenschalldruckpegels LpC,peak wird ein Auswahlschema vorgeschlagen.

Darüber hinaus werden verschiedene In-Situ-Messverfahren zur Bestimmung der individuellen Dämmwirkung von Gehörschutz beschrieben, welche nach teilweise gleichen, teilweise unterschiedlichen Prinzipien funktionieren. Vom Messprinzip her werden die Messverfahren in subjektive und objektive Verfahren unterteilt. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand und der bisherigen Betrachtung der hier untersuchten Messsysteme gibt es keines, welches uneingeschränkt zu empfehlen wäre, um universell die individuellen Dämmwirkungen von Gehörschützern korrekt zu bestimmen. Für den Nachweis, ob unter Einbeziehung der dämmenden Wirkung von Gehörschutz die maximal zulässigen Expositionswerte eingehalten werden oder nicht, wird die "Oktavbandmethode" vorgeschlagen.

Abschließend werden Kriterien für die Beurteilung des Lärmexpositionspegels LEX und des Spitzenschalldruckpegels LpC,peak in Verbindung mit ihren Messunsicherheiten begründet entwickelt und empfohlen. Auf dieser Grundlage kann geprüft werden, ob die Auslösewerte oder die maximal zulässigen Expositionswerte unterschritten, erreicht oder überschritten sind.

 
M. Schmidt:
Methoden zur Einhaltung von Auslöse- und maximalen Expositionswerten zum Lärm. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2011. 
ISBN: 978-3-88261-135-9, S. 198, Projektnummer: F 1898, Papier, PDF-Datei
Link zum Volltext (PDF-Datei, 5 MB)