Europäischer Filmpreis "Gesunde Arbeitsplätze"

Seit 2009 vergibt die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz den Filmpreis "Gesunde Arbeitsplätze" für den besten Dokumentarfilm mit Arbeitsbezug. Die Preisverleihung findet jedes Jahr im Oktober im Rahmen des Internationalen Filmfestivals Doclisboa in Lissabon statt.

Mit dem "Healthy Workplaces Film Award" wird der beste Dokumentar- oder Animationsfilm ausgezeichnet, der den Menschen in einer sich verändernden Arbeitswelt in den Mittelpunkt stellt. Der Film sollte die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Wandels auf unsere Arbeits- und Lebensweise oder arbeitsbezogene Themen behandeln, wie physische und psychosoziale Bedingungen sowie bestehende und neue Risiken am Arbeitsplatz.

Neben dem Preisgeld von 5.000 EUR finanziert die EU-OSHA auch die Untertitelung des Gewinnerfilms in mehreren europäischen Sprachen zur eigenen Verwendung durch den Regisseur und zum Vertrieb im Rahmen des nationalen Netzwerks der EU-OSHA in den 27 EU-Mitgliedstaaten und in anderen europäischen Ländern.

Im Jahr 2025 ging der Preis an den Film "Wishful Filming" der belgischen Regisseurin Sarah Vanagt. Im Mittelpunkt des Films steht eine Fußgängerin, verkörpert durch die Filmemacherin selbst, die mit einer kleinen Taschenkamera durch Brüssel geht. Auf ihrem Weg begegnet sie Bauarbeitern unterschiedlicher Herkunft, die handgeschriebene Zettel in Pfeilern, Mauern und Böden von Baustellen hinterlassen. Die Nachrichten enthalten unausgesprochene Wünsche, die für zukünftige Generationen bestimmt sind. Der Film stellt dabei die Frage, ob man sich im urbanen Raum möglicherweise auf den Träumen und Hoffnungen jener bewegt, die ihn gebaut haben.

Die Gewinner der vergangenen Jahre sowie Informationen über Regelungen, Teilnahmebedingungen und Anmeldefristen sind auf den Websites der EU-OSHA und der Doclisboa zu finden.

Die Filme können in Deutschland auf Wunsch und unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien einem geschlossenen Publikum gezeigt werden.
Kontakt bei Interesse: holtmann.matthias@baua.bund.de

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