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Wassermischbare Kühlschmierstoffe - Hinweise zum Umgang mit Kühlschmierstoffen

Kühlschmierstoffe können Erkrankungen der Haut und der Atemwege verursachen. Ziel bei Tätigkeiten mit Kühlschmierstoffen muss es sein, den Hautkontakt zu vermeiden und möglichst wenig Dämpfe und Aerosole in der Luft an Arbeitsplätzen freizusetzen. Mit Hilfe der vorliegenden Checkliste kann der Betrieb im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung prüfen und erarbeiten, ob und welche Schutzmaßnahmen nach dem Stand der Technik getroffen werden müssen.

Nutzungshinweise

  1. Vollständigkeit
    Die Handlungshilfen stellen Muster-Gefährdungsbeurteilungen dar. In den Handlungshilfen sind die häufig anzutreffenden Gefährdungen und eventuell möglichen Maßnahmen genannt. Grundsätzlich kann keine Vollständigkeit vorausgesetzt werden. Die Gefährdungsbeurteilung muss immer um betriebsspezifische Aspekte ergänzt werden. Das heißt, die in der Datenbank angebotenen Handlungshilfen sind als unterstützende, nicht aber die Gefährdungsbeurteilung ersetzende Instrumente, anzusehen.
  2. Vor-Ort-Betrachtung
    Die Handlungshilfen können die Vor-Ort-Betrachtung im Unternehmen nicht ersetzen, da die hier beispielhaft betrachteten Betriebszustände betriebliche Besonderheiten nicht oder nur zum Teil berücksichtigen können. Es ist daher immer zu prüfen, ob die Aussagen auf die jeweiligen betrieblichen Gegebenheiten übertragen werden können und ob gegebenenfalls zusätzliche Gefährdungen relevant sind. Sollten zusätzliche Gefährdungen vorhanden sein, so sind die Handlungshilfen entsprechend zu ergänzen.
  3. Risikobewertung
    Die Risikobewertung führt der Arbeitgeber beziehungsweise die für die Gefährdungsbeurteilung verantwortliche Person durch. In den Handlungsanleitungen sind nur Muster-Vorschläge genannt. Auch bei der Risikobewertung sind immer die betrieblichen Gegebenheiten zu berücksichtigen.
  4. Handlungsbedarf
    Der Handlungsbedarf wird durch das im Unternehmen akzeptierte Risiko bestimmt. Dieses legt in erster Linie der Arbeitgeber beziehungsweise die verantwortliche Person fest. Dabei sind Gesetze, Verordnungen und Vorschriften einzuhalten.
  5. Dynamischer Prozess
    Arbeitsschutz im Betrieb unterliegt als dynamischer Prozess einem ständigen Wandel. Daher ist auch die Gefährdungsbeurteilung zu aktualisieren. Sie ist spätestens anzupassen, wenn sich die betrieblichen Gegebenheiten, Erkenntnisse, Technologien, Stand der Technik usw. ändern.
  6. Dokumentation
    Eine bestimmte Form der Dokumentation der Gefährdungsbeurteilung ist nicht vorgeschrieben. Entsprechend dem Arbeitsschutzgesetz muss die Dokumentation mindesten die folgenden Punkte enthalten:

    • Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG,
    • festgelegte Maßnahmen des Arbeitsschutzes (§ 3 Abs. 1 ArbSchG),
    • Ergebnis der Überprüfung der Wirksamkeit der Arbeitsschutzmaßnahmen (§ 3 Abs. 1 Satz 2 ArbSchG)

Die vorliegenden Handlungshilfen können in angepasster Form als Dokumentation genutzt werden.

Kühlschmierstoffe verbessern bei der Bearbeitung die Oberflächengüte von Metallen und steigern die Standzeit der Werkzeuge. Sie sind heute aus technischen Gründen unverzichtbar.

Kühlschmierstoffe sind Gefahrstoffe und haben auch Schattenseiten: an Arbeitsplätzen in Metallbetrieben gehören Hauterkrankungen mit etwa 16 Prozent aller Verdachtsanzeigen zu den häufigsten berufsbedingten Erkrankungen. Jede Dritte der angezeigten Hauterkrankungen ist auf den Kontakt mit Kühlschmierstoffen zurückzuführen.

Sie erhalten Informationen, wie Sie Ihren Betrieb sicherer organisieren und welche Schutzmaßnahmen Sie treffen müssen, damit die KSS-Konzentration 10 mg/m³ unterschritten wird. Grundlage der Checkliste sind die Erkenntnisse aus ausführlichen Untersuchungen in metallverarbeitenden Betrieben, die als BIA-Report 4/2004 veröffentlicht wurden.

Weiter zur Handlungshilfe

Anbieter: Amt für Arbeitsschutz Hamburg

Gültigkeitsmerkmale

Gefährdungsart

  • Gefahrstoffe
  • Mangelnde Hygiene beim Umgang mit Gefahrstoffen
  • Einatmen von Gefahrstoffen (Gase, Dämpfe, Nebel, Stäube einschl. Rauche)
  • Hautkontakt mit Gefahrstoffen (Feststoffe, Flüssigkeiten, Feuchtarbeit)
  • physikal.-chemische Gefährdungen (z. B. Brand und Explosionsgefährdungen, unkontrolliert chem. Reaktionen)
  • Biologische Arbeitsstoffe
  • Infektionsgefährdung durch pathogene Mikroorganismen (z. B. Bakterien, Viren, Pilze)
  • Sensibilisierende und toxische Wirkungen von Mikroorganismen

Branche

  • (25) Herstellung von Metallerzeugnissen
  • (28) Maschinenbau

Tätigkeit / Arbeitsplatz

  • Kühlschmierstoffe
  • Metallverarbeitung
Bearbeitungsdatum 18.06.2009 Für Kleinbetriebe empfohlen

Zur Handlungshilfe

Handbuch/Leitfaden, Checkliste, Fragebogen Verfügbar als... Download Verfügbar in... deutsch

Handlungshilfe enthält...

  • Kriterium vorhanden Ermitteln
  • Kriterium vorhanden Bewerten
  • Kriterium vorhanden Festlegen von Maßnahmen
  • Kriterium vorhanden Überpruefen der Wirksamkeit
  • Kriterium vorhanden Hilfsmittel zur Dokumentation