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Wie ist ein Sifa-Lehrgang zum Erwerb der sicherheitstechnischen Fachkunde aufgebaut und auf welche betrieblichen Aufgaben bereitet er vor?

Bei Sifa-Lehrgängen handelt es sich um Fachkundelehrgänge, die nicht mit einer Ausbildung nach dem Berufsbildungsrecht verwechselt werden dürfen.

Seit dem Jahr 2001 bieten Lehrgangsträger der gesetzlichen Unfallversicherung und seit 2003 auch sonstige Lehrgangsträger den neu geordneten Sifa-Lehrgang in drei Ausbildungsstufen an.

Entsprechend dem Fachaufsichtsschreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung (BMA) an die gewerblichen Unfallversicherungsträger vom 29. Dezember 1997 (abgedruckt im Ausbildungskompendium DGUV-Report 2/2012, S. 281-283) setzt sich der Sifa-Lehrgang aus der Grundausbildung (Stufe I), der vertiefenden Ausbildung (Stufe II) sowie einer branchenspezifischen Ausbildung (Stufe III) zusammen. Die Präsenzphasen dieser drei Ausbildungsstufen umfassen mindestens sechs Wochen. Hinzu kommen drei Selbstlernphasen und ein achtwöchiges Praktikum. Der Sifa-Lehrgang kann bei einigen Anbietern auch im Fernstudium absolviert werden und sollte innerhalb von maximal drei Jahren abgeschlossen sein. Mindestdauer ist in der Regel ein Jahr.

Die Sifa-Lehrgänge bereiten künftige Fachkräfte für Arbeitssicherheit durch Vermittlung der erforderlichen Fachkunde darauf vor, den Arbeitgeber beim Arbeitsschutz und bei der Unfallverhütung im Betrieb zu beraten und zu unterstützen. Die Aufgaben der Fachkräfte für Arbeitssicherheit sind näher beschrieben in § 6 Arbeitssicherheitsgesetz (ASiG).

Das Kompendium "Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit - Optimierung 2012" (DGUV-Report 2/2012) gibt einen vollständigen Überblick über Grundlagen, Konzeption, Inhalte, Abläufe und Festlegungen in Bezug auf den Erwerb der benötigten Fachkenntnisse im Einzelnen. Das Kompendium kann über folgenden Link heruntergeladen werden:
http://publikationen.dguv.de/dguv/pdf/10002/dguv-report_2-2012.pdf

Broschürenversand: info@dguv.de