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Thermische Wirkungen

Bei einer Bestrahlungsdauer von einigen Sekunden bis zu einigen Millisekunden und Bestrahlungsstärken oberhalb von 100 W/cm2 sind thermische Effekte zu beobachten. Sie dominieren im langwelligen Teil des sichtbaren Spektrums und im IR-Spektralbereich: Die im Gewebe enthaltenen Moleküle führen verstärkt Schwingungen aus, was zur Erhitzung des Gewebes führt. Die entstehende Wärme wird auf das umliegende Gewebe übertragen. Aufgrund einer lokalen Temperaturüberhöhung kann ein Schaden entstehen.

Es besteht ein prinzipieller Unterschied zwischen thermischen und photochemischen Wirkungen: Bleibt bei der thermischer Wirkung die Temperatur des Gewebes auch bei länger dauernder Absorption von Photonen unterhalb eines Schwellwertes, so ist keine Schädigung zu befürchten. Andererseits kann bei der photochemischen Wirkung die Absorption bereits eines Photons zu Schädigungen auf molekularer Ebene führen. Diese Veränderungen sind kumulativ.