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Digitale Ergonomie

Grundlagen, Methoden und Ziele

Die Gestaltung von Produkten und Arbeitssystemen kann mittels digitaler Ergonomie optimiert werden. Dank virtueller Simulation werden Gestaltungsdefizite früh erkannt und bei der realen Umsetzung vermieden.

Die Digitale Ergonomie wird als Oberbegriff für digitale Modelle und Methoden zur Planung, Realisierung und laufenden Verbesserung von Produkten und sozio-technischen Arbeitssysteme verstanden. Dabei steht der Mensch im Mittelpunkt. Er ist das Maß für das gebrauchstauglich bzw. sicher und gesund zu gestaltende Produkt oder System.

Grundlagen der digitalen Ergonomie

Wesentliche Grundlagen der digitalen Ergonomie sind

  • die Anthropometrie, die sich mit den Maßverhältnissen des menschlichen Körpers und deren exakter Erfassung befasst,
  • die Biomechanik, die sich mit den Bewegungsabläufen in biologischen Systemen sowie den Funktionen von biologischen Bewegungsapparaten beschäftigt,
  • die Kognitionspsychologie, die sich den kognitiven Verarbeitungsprozessen des Menschen widmet, also wie wir Dinge wahrnehmen und bewerten, wie wir lernen, erkennen, vergleichen, nachdenken, Probleme lösen, Entscheidungen treffen usw.

Mithilfe dieser Wissenschaftsdisziplinen wird eine korrekte virtuelle Abbildung und Simulation mittels digitaler Menschmodelle möglich. Neben der Erhebung, der modernen Aufbereitung und Visualisierung anthropometrischer Daten werden in diesem Handlungsfeld die Möglichkeiten zur virtuellen Planung individualisierter Arbeit im Produktions- und Dienstleistungskontext untersucht.

Ziele der digitalen Ergonomie

Zu den inhaltliche Zielen des Handlungsfelds gehören:

  • die Aktualisierung und Aufbereitung anthropometrischer Daten für Deutschland
  • die Erforschung der Möglichkeiten zur virtuellen Simulation physischer Aspekte menschlicher Arbeit
  • Aufklärung von Simulationsmöglichkeiten kognitiver Funktionen bspw. im Bereich künstlicher Intelligenz.