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13. Deutscher Gefahrstoffschutzpreis - Gute Ideen zum Schutz vor krebserzeugenden Gefahrstoffen ausgezeichnet

Hier finden Sie Informationen zu den Preisträgern des Deutschen Gefahrstoffschutzpreises 2020.

Beschäftigte schützen, Innovationen fördern

Am 10. November 2020 wurden in Dortmund die Preisträger des 13. Deutschen Gefahrstoffschutzpreises bekanntgegeben. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis, den das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) ausgelobt hat, teilen sich URSA Chemie GmbH, Montabaur, und die Sterigenics Germany GmbH, Wiesbaden, für ihre technischen Lösungen zum sicheren Umgang mit krebserzeugenden Stoffen. Zudem erhielt die FeuerKrebs gUG, Hamburg, eine Belobigung in der Kategorie Schulung für ihre Aktivitäten, um den Gesundheitsschutz von Feuerwehrleuten zu verbessern.

Alle zwei Jahre lobt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales den Deutschen Gefahrstoffschutzpreis aus. Die 13. Auflage stand unter dem Motto "STOP dem Krebs am Arbeitsplatz". Eine Fachjury kürte unter den zahlreichen Bewerbungen gleich zwei technische Maßnahmen zu Preisträgern.

Die URSA Chemie GmbH aus Montabaur entwickelte eine Anlage, mit der Chromsäurefässer kontaktfrei geöffnet, geleert und gereinigt werden können. Dazu werden die Fässer in einer Handschuhbox geöffnet, mit Hilfe einer Vakuumsauglanze die feste Chromsäure aus den Fässer direkt in den Produktionskessel gesaugt, das entleerte Fass gereinigt und schließlich wieder der Bedienperson zum Abtransport bereitgestellt. Dadurch wird sicher verhindert, dass krebserzeugende feste Chromsäure eingeatmet wird oder mit der Haut in Kontakt kommt. Zudem kann sie nicht in andere Produktionsbereiche verschleppt werden.

Die Sterigenics Germany GmbH, Wiesbaden, sterilisiert Waren mit Ethylenoxid. In den Nachentgasungsräumen dürfen sich Beschäftigte mit umluftunabhängigem Atemschutz nur solange aufhalten, wie es zur Durchführung notwendiger Arbeiten erforderlich ist. Ein neu konzipierter Gabelstapler verbessert die Arbeitsbedingungen deutlich. Er hat eine gasdichte Fahrerkabine, die durch Pressluftflaschen mit Atemluft versorgt und in einem leichten Überdruck gehalten wird. Weitere technische Maßnahmen sorgen für die Sicherheit des Fahrpersonals.

Eine offizielle Belobigung erhielt die Initiative "FeuerKrebs" gUG, Hamburg. Die gemeinnützige Gesellschaft ist eine Hilfsorganisation für Feuerwehrleute. Mit ihren Schulungen und Informationsmaterialien trägt sie dazu bei, Krebsrisiken durch Rauchgase bei Feuerwehrleuten zu verringern. Durch zielgerichtete Sensibilisierung und Aufklärung leistet die Initiative einen wichtigen Beitrag zur Prävention.

Eigentlich war geplant, den 13. Deutschen Gefahrstoffschutzpreis direkt im Anschluss an die in Dortmund stattfindende EU-Konferenz "STOP Cancer at Work" zu verleihen. Da aufgrund der Corona-Epidemie ein Festakt zur Preisverleihung zurzeit nicht möglich ist, nahmen Vertreterinnen und Vertreter des BMAS und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Auszeichnung der Preisträger im kleinen Rahmen vor Ort vor.

Vertiefende Informationen zu den ausgezeichneten Lösungen und den Preisträgern finden Sie in den Filmporträts unter "Fotos und Videos" sowie im Poster unter "Downloads".

Fotos und Videos

Preisträger URSA-Chemie GmbH und Laudatoren nach der Preisverleihung in Montabaur Gefahrstoffschutzpreis 2020

Bild / Video 1/6

Gefahrstoffschutzpreis 2020

Preisträger URSA-Chemie GmbH und Laudatoren nach der Preisverleihung in Montabaur, v.l.n.r.: Dr. Rüdiger Pipke (BAuA), Nicolas Veyrat (De Dietrich Process Systems Semur), Gebhard Linscheid (techn. Leiter der URSA-Chemie GmbH), Christian Mann (URSA-Chemie GmbH), Heinz Kronimus (Betriebsratsvorsitzender URSA-Chemie GmbH), Rainer Bloedhorn-Dausner (Geschäftsführer URSA-Chemie GmbH), Eric Raber (Regionalvertriebsleiter, De Dietrich Prozess Systems GmbH in Mainz), Dr. Astrid Smola (BMAS)

© Marco Polk / FarbFilmFreun.de

Bild / Video 1/3

Preisträger "URSA Chemie GmbH, Montabaur": Filmportrait

Gefahrstoffschutzpreis 2020

Jury

Eine unabhängige Jury hatte die eingegangenen Bewerbungen bewertet. Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:

  • Frau Dr. Adelheid NIESERT, Bundesministerium für Arbeit und Soziales
  • Herr Thomas VON DER HEYDEN, Institut für Arbeitsschutz - IFA
  • Frau Angela CRONE, Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz des Saarlandes
  • Herr Dr. Edgar LEIBOLD, BASF SE
  • Frau Annika WÖRSDÖRFER, DGB Bundesvorstand
  • Frau Prof. Dr. Anke KAHL, Bergische Universität Wuppertal
  • Herr Dr. Martin WIESKE, Wirtschaftsvereinigung Metalle e. V. (WV Metalle)
  • Herr Dr. Rüdiger PIPKE, Herr Prof. Dr. Thomas KUHLBUSCH, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Rechtsweg

Im Zusammenhang mit der Teilnahme am Wettbewerb um den Deutschen Gefahrstoffschutzpreis ist der Rechtsweg ausgeschlossen.

Ansprechpartnerin

Judith kleine Balderhaar
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)
Gruppe 4.6 "Gefahrstoffmanagement"
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Telefon: 0231 9071 2594
E-Mail: gefahrstoffschutzpreis@baua.bund.de

Publikationen

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