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Was ist eine Gefährdungsbeurteilung?

Wer berät und unterstützt?

Gefährdungsbeurteilungen erfordern Sachkenntnisse über betriebliche Arbeitsabläufe, über die Gefährdungsfaktoren und die Schutzmaßnahmen. Interne und/oder externe Experten können Sie unterstützen.

Intern

In ihrem Betrieb haben Sie die Möglichkeit, fachkundige Personen in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen. Für die Planung und Durchführung der Gefährdungsbeurteilung ist die Bildung eines Projektteams empfehlenswert, bestehend aus

  • der Fachkraft für Arbeitssicherheit,
  • dem Betriebsarzt,
  • dem jeweils zuständigen Vorgesetzten,
  • dem Betriebsrat,
  • dem Sicherheitsbeauftragten und dem Beauftragten für das Qualitäts-/Umwelt-Management und bei Bedarf
  • weitere Spezialisten, wie zum Beispiel den Strahlenschutzbeauftragten, Beauftragte für die Biologische Sicherheit oder den Hauptschweißingenieur.

Diese Gruppe kann Planung, Konzepterstellung, Methodenauswahl, Durchführung und Maßnahmenumsetzung koordinieren.

Extern

Sie können externe Fachkräfte aus sicherheitstechnischen und betriebsärztlichen Diensten beauftragen. Diese werden Sie - beziehungsweise Ihre betrieblichen Führungskräfte - beraten, indem sie zum Beispiel

  • Vorschläge zum methodischen Vorgehen unterbreiten,
  • über Kriterien zur Risikobewertung informieren,
  • durch Begehungen, Überprüfungen und Untersuchungen Ursachen für Unfälle und arbeitsbedingte Gesundheitsgefährdungen ermitteln,
  • Vorschläge für Schutzmaßnahmen unterbreiten.

Bei dieser Beratungstätigkeit stehen für den Betriebsarzt die medizinischen Aspekte und für die Fachkraft für Arbeitssicherheit die technischen Aspekte des Arbeitsschutzes im Vordergrund, so dass erst durch beider Zusammenwirken eine umfassende Beratung des Arbeitgebers gegeben ist. Die Anforderungen, die an diese Personen gestellt werden, sind in den §§ 4 und 7 im Arbeitssicherheitsgesetz beschrieben.

Hinweis: Unternehmen, die themenbezogen Dienstleistungen anbieten und Sie bei der Durchführung der Gefährdungsbeurteilung unterstützen können, finden Sie hier.

Beim Einsatz externer Fachkräfte sollten Sie darauf achten, dass fachkundige betriebliche Kräfte und die betroffenen Beschäftigten einbezogen werden. Die Betroffenen können am besten beurteilen, welche Gefährdungen an ihrem Arbeitsplatz auftreten.

Für Fragen zur Durchführung der Gefährdungsbeurteilung stehen Ihnen auch die

  • staatlichen Arbeitsschutzbehörden,
  • zuständigen Unfallversicherungsträger,
  • Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin,
  • Industrie- und Handelskammern,
  • Handwerkskammern und
  • die Technologieberatungsstellen des DGB

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