Navigation und Service

Wann muss ich fortschreiben?

Das Arbeitsschutzgesetz enthält keine Fristen, innerhalb derer die Gefährdungsbeurteilung wiederholt werden muss. Als Arbeitgeber sind Sie jedoch gefordert, Ihre Arbeitsschutzmaßnahmen bei sich ändernden Gegebenheiten anzupassen.

Ein Fortschreiben der Gefährdungsbeurteilung ist daher notwendig, wenn

  • Gefährdungen in Ihrem Betrieb bisher nicht erkannt wurden,
  • neue Gefährdungen aufgetreten sind oder auftreten könnten oder
  • sich die betrieblichen Gegebenheiten hinsichtlich Sicherheit und Gesundheit verändert haben.

Aktualisieren Sie die Gefährdungsbeurteilung insbesondere bei folgenden Anlässen:

  • Auftreten von Arbeitsunfällen, Beinaheunfällen, Berufskrankheiten
  • hohe Fehlzeiten aufgrund arbeitsbedingter Gesundheitsbeeinträchtigungen
  • Anschaffung neuer Arbeitsmittel
  • Einführung neuer Arbeitsstoffe
  • Umgestaltung von Arbeits- und Verkehrsbereichen
  • Änderungen der Arbeitsorganisation und/oder Tätigkeitsabläufe
  • Änderung des Standes der Technik
  • neue Informationen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • neue Arbeitsschutzvorschriften

Begegnen Sie neu auftretenden Gefährdungen, indem Sie den Prozess der Gefährdungsbeurteilung erneut durchlaufen.

Regelmäßige, vollständige Wiederholungen der Gefährdungsbeurteilung sieht das Arbeitsschutzgesetz nicht vor. Im Rahmen eines systematischen Arbeitsschutzhandelns sollte der Prozess der Gefährdungsbeurteilung jedoch von Zeit zu Zeit überprüft und gegebenenfalls verbessert werden.

Hinweis: Seit dem 1. Januar 2011 regelt die DGUV Vorschrift 2 die betriebsärztliche und sicherheitstechnische Betreuung und konkretisiert damit die allgemeinen Vorgaben des Arbeitssicherheitsgesetzes (ASiG). In Abhängigkeit von dem für Sie zutreffendem Betreuungsmodell sind die Erstellung und Aktualisierung der Gefährdungsbeurteilung in regelmäßigen Zeitabständen zu wiederholen. Orientieren Sie sich an den Vorgaben Ihres Betreuungsmodells.