Navigation und Service

HinweisCookies

Diese Webseite verwendet Cookies. Das ermöglicht es uns, die Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern. Hier erfahren Sie mehr zum Datenschutz und Möglichkeiten zum Widerspruch.

OK

Welche Hilfsmittel zur Beurteilung von Gefährdungen kann ich nutzen?

Schätzen Sie ab, ob die erkannten Gefährdungen zu einem Unfall oder zu sonstigen Gesundheitsschäden führen können. Beginnen Sie mit der Beurteilung von Gefährdungen, indem Sie Folgendes prüfen und entsprechend dokumentieren:

1. Vergleich mit normierten Schutzzielen

(rechtlich vorgegebene Mindestanforderungen)

Recherchieren Sie für alle ermittelten Gefährdungen die entsprechenden Rechtsbezüge. Sind die ermittelten Gefährdungen in staatlichen oder berufsgenossenschaftlichen Vorschriften (Gesetzen, Verordnungen, Unfallverhütungsvorschriften, Technische Regeln) bereits konkretisiert und existieren entsprechende Vorgaben, so müssen diese erfüllt werden, um das geforderte Schutzziel - den sicheren Soll-Zustand - zu erreichen.

Ein Beispiel dafür sind die Arbeitsplatzgrenzwerte bei Gefahrstoffen. Diese legen die maximale Konzentration eines Stoffes (in der Luft) fest, die noch bedenkenlos zugelassen werden kann. Die Bewertung der Gefährdung wurde hier schon von Experten vorgenommen.

Detaillierte Aussagen zu rechtlich vorgegebenen Mindestanforderungen für die einzelnen Gefährdungsfaktoren finden Sie in unserer Rubrik Expertenwissen.

Hinweis: Nach dem Arbeitsschutzgesetz genügt es nicht, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten bei der Arbeit durch Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu sichern, sondern Sicherheit und Gesundheitsschutz sollen auch verbessert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Maßnahmen dem sich ständig weiter entwickelnden Stand der Technik angepasst werden. In Abhängigkeit von den betrieblichen Gegebenheiten ist es oft sinnvoll und zum Teil notwendig, statt der Mindestanforderungen weiter reichende Schutzziele zu formulieren.

2. Prüfen, ob es Schutzstufenkonzepte gibt

In Verordnungen, z.B. der Biostoffverordnung und der Gefahrstoffverordnung, wurden vom Gesetzgeber Schutzstufen eingeführt. Jede Schutzstufe beschreibt Maßnahmen (Ersatzlösungen, Technik, Organisation, Schutzausrüstung) und Kriterien zur Überprüfung der Wirksamkeit getroffener (oder bereits vorhandener) Schutzmaßnahmen.

Wenn es beispielsweise keine stoff- oder tätigkeitsbezogenen konkreten Vorgaben zu Schutzmaßnahmen gibt, zum Beispiel in Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS), muss bei der Gefährdungsbeurteilung eine Entscheidung darüber getroffen werden, welche Schutzstufe bei einer Tätigkeit mit Gefahrstoffen zur Anwendung kommt. Mit der Bestimmung der Schutzstufe wird eine Bewertung der Gefährdung vorgenommen.

3. Sich informieren, ob Bewertungshilfen existieren

Zur Bewertung von Gefährdungen können Bewertungshilfen eingesetzt werden, die von den zuständigen staatlichen und berufsgenossenschaftlichen Stellen empfohlen werden. Beispielgebend seien hier die Leitmerkmalmethode zur Bewertung bei der manuellen Handhabung von Lasten und das Einfache Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe (EMKG) genannt.