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Gewalt am Arbeitsplatz

Textbausteine für Prüflisten und Formblätter

Die nachstehend dargestellten Textbausteine stützen sich auf die "Prüfliste Psychotrauma" [8].

Prüffragen

  • Sind Gewaltereignisse am Arbeitsplatz des Beschäftigten weitgehend auszuschließen?
    Beispiele: körperliche Angriffe, schwere verbale Übergriffe, Drohungen
  • Ist die Vorgehensweise für den Umgang mit Gewaltereignissen geregelt?
  • Sind die Vorgesetzten zum Thema Gewalt geschult?
  • Werden Gewaltereignisse systematisch erfasst und ausgewertet sowie dem Unfallversicherungsträger angezeigt?
  • Sind die Beschäftigten über eine Gewaltgefährdung in ihrem Tätigkeitsbereich und über die möglichen Folgen unterrichtet?
  • Sind technische Maßnahmen getroffen worden, um gewalttätige Übergriffe zu erschweren?
  • Sind die Beschäftigten in gewaltvermeidendem Verhalten und Konfliktlösung geschult?
  • Kann der Beschäftigte im Fall eines Gewaltereignisses schnell Hilfe erhalten?
  • Ist nach einem Gewaltereignis die Erstbetreuung gesichert?
  • Ist durch den Betrieb/die Dienststelle sichergestellt, dass bei Bedarf eine weitere Betreuung stattfindet?
  • Ist sichergestellt, dass bei Bedarf der Übergang zu Therapiemaßnahmen gewährleistet ist?
  • Ist für eine Wiedereingliederung der Beschäftigten nach längerer Arbeitsunfähigkeit gesorgt?

Festgestellte Gefährdungen/Mängel

  • Gefahr der psychischen Traumatisierung und der körperlichen Schädigung
  • unsachgemäße oder fehlende Betreuung, fehlende Transparenz für die Betroffenen
  • Vorgesetzte schätzen das Verhalten gewaltbetroffener Mitarbeiter falsch ein und akzeptieren beziehungsweise erkennen das Problem nicht
  • Verbesserungsmöglichkeiten werden nicht erkannt, Versicherungsleistungen (Beratung, Behandlung) werden nicht ausgeschöpft
  • Gewalttätige Übergriffe werden erleichtert, die Folgen sind unter Umständen schwerer
  • ungeeignete, konfliktverschärfende Verhaltensweisen möglich
  • Zuspitzung einer Gefährdungssituation durch Ausbleiben schneller Hilfe, Gefühl des Alleingelassenseins beim Beschäftigten
  • Notwendige rasche Entlastung nach einem Ereignis bleibt aus, dadurch Verschlimmerung des Gesundheitszustandes möglich Vertrauensverlust des Beschäftigten
  • unbemerkte Chronifizierung posttraumatischer Symptome möglich
  • mögliche Erkrankung wird nicht behandelt, dauerhafte Arbeits- und/oder Berufsunfähigkeit möglich
  • fehlende Wiedereingliederung

Maßnahmen

  • Präventions- und Betreuungskonzept entwickeln
  • Vorgehensweise und Verantwortlichkeit klar festlegen
  • Vorgesetzte schulen
  • Vorkommnisse systematisch erfassen, melden und auswerten
  • Zutritt oder räumliche Trennung von Kunden/Besuchern regeln
  • gute Übersichtlichkeit und Beleuchtung von Zugängen und Parkplätzen gewährleisten
  • Überwachungs- oder Notrufeinrichtungen installieren
  • schwere oder spitze oder sonst als Waffe geeignete Gegenstände im Zugriffsbereich von Kunden/Besuchern vermeiden
  • Beschäftigte in Konfliktlösung und Deeskalation schulen
  • Hilfesystem für den Notfall installieren
  • psychologische Erste Hilfe sicherstellen
  • weitere Betreuung organisieren und anbieten
  • auf Therapiemöglichkeiten hinweisen, Zusammenarbeit mit Psychotherapeuten und Unfallversicherungsträger organisieren
  • speziell ausgebildete betriebliche Ansprechpartner für Wiedereingliederung einsetzen, Zusammenarbeit mit Psychotherapeuten und Unfallversicherungsträger organisieren

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