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Arbeitsplatz- und Informationsgestaltung

Begriffsbestimmung

Zur Arbeitsplatz- und Informationsgestaltung gehören die räumlichen Arbeitsverhältnisse und die Informationsgestaltung.

Mögliche kritische Ausprägungen

  • ungünstige räumliche Verhältnisse

    • ausschließlich Sitzarbeitsplatz ohne Möglichkeit, die Körperhaltung zu wechseln
    • fehlender Bein-/Fußraum
    • körperferne Anordnung der Arbeitsmittel und Stellteile
    • zu geringe oder zu große Arbeitshöhe
    • eingeschränkte Bewegungsfreiheit
    • ungünstige Kombination der Arbeitsmittel und -möbel

  • ungünstige Informationsgestaltung

    • defekte Anzeigeelemente, zum Beispiel wenn das Display Kratzer oder Sprünge hat
    • ungünstige Lage der Anzeigeelemente, zum Beispiel zu hoch oder zu niedrig
    • verschmutzte Anzeigeelemente, zum Beispiel durch Staub oder Schmiere

Gefährdungspotenzial

Das Gefährdungspotenzial ist nachgewiesen für die folgenden Beschwerden (Schmidtke, 1993; Schlick et al., 2010; Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, 2011; BAuA, 2012; Richter, 2001):

  • bei ungünstigen räumlichen Verhältnissen Muskel-Skelett-Erkrankungen, Entzündungen der Sehnen, Abnutzung der Gelenke, Bandscheibenvorfälle, Verspannungen der Nacken- und Schultermuskulatur, Kribbeln in den Armen und Beinen
  • bei ungünstiger Informationsgestaltung Erleben von Stress und/oder psychischer Ermüdung, Qualitätsmängel und Ausschuss, Fehlhandlungen, Beinaheunfälle, Unfälle

Mögliche Gestaltungsansätze

  • arbeitswissenschaftliche und ergonomische Erkenntnisse für die Arbeitsplatz- und Informationsgestaltung berücksichtigen
  • technische Regeln für Betriebssicherheit einhalten