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Kommunikation - Kooperation

Begriffsbestimmung

Auftragsbedingte Kommunikations- und Kooperationserfordernisse dienen der Information und Abstimmung mit anderen Kollegen. Dabei können die Dauer, die Anzahl der Partner (Kollegen in der gleichen Gruppe oder in anderen Arbeitsgruppen), die Art (direkte oder indirekte Kommunikation) und die Inhalte (Empfang oder Weitergabe von Informationen oder Anweisungen versus gemeinsames Lösen von Problemen) unterschieden werden.

Mögliche kritische Ausprägungen

  • zu geringe oder fehlende Kommunikations-/Kooperationserfordernisse, zum Beispiel bei isolierter Einzelarbeit
  • eingeschränkte Kommunikations-/Kooperationsmöglichkeiten, zum Beispiel bei großen räumlichen Entfernungen
  • nur oder überwiegend indirekte Kommunikation, zum Beispiel bei virtueller Projektarbeit oder bei Arbeiten im Außendienst

Gefährdungspotenzial

Das Gefährdungspotenzial ist für die folgenden Krankheitsbilder und Risiken nachgewiesen:

  • Bei isolierter Einzelarbeit ist das Risiko erhöht, bei Unfällen erst verspätet Hilfe zu bekommen oder Opfer von Gewalt zu werden (NSW, 2012).
  • Bei isolierter Einzelarbeit steigt das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen (Johnson & Hall, 1988).

Hinweis: Bisher erfolgte keine direkte Forschung zu Auswirkungen von Kommunikation und Kooperation auf die Gesundheit (dazu ist das Merkmal zu allgemein). Begleiterscheinungen von kommunikativer und kooperativer Arbeit wurden aber vielfach untersucht. Vergleiche hierzu Literatur zu sozialer Unterstützung, sozialen Stressoren, Rollenunklarheit/-konflikten in den Merkmalsbereichen soziale Beziehungen und Verantwortung.

Mögliche Gestaltungsansätze

  • Einzelarbeit vermeiden
  • Kommunikationsregeln und -strukturen schaffen, Abstimmung ermöglichen
  • regelmäßige Gruppen- bzw. Teambesprechungen durchführen
  • Kommunikations- und Kooperationsmöglichkeiten und -erfordernisse erweitern