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Textbausteine für Prüflisten und Formblätter

Für die Ermittlung und Beurteilung von körperlichen Belastungen bei der Arbeit ist es sinnvoll, zunächst ein Einstiegsscreening durchzuführen. Solch ein Einstiegsscreening ist derzeit im Entwurf und in der Abstimmung. Hier werden zunächst einige Textbausteine aufgeführt. Sobald das Einstiegsscreening als Methode vorliegt, wird an dieser Stelle darauf verwiesen.

Einstiegsfrage

Erfordern die Tätigkeiten während eines Arbeitstages in irgendeiner Form manuelles Bewegen von Lasten mit Flurförderzeugen (Karren, Wagen) oder Hängebahnen/-kranen?

Wenn ja, können folgende Prüffragen gestellt werden (das Lastgewicht gilt immer einschließlich Flurförderzeug):

  • Werden die Lastgewichte am Arbeitstag insgesamt über mehr als 450 m bewegt?
  • Werden Lastgewichte von mehr als 50 kg mit Schubkarren, Sackkarren, Mülltonnen (einachsig) oder Müllcontainern (nur Lenkrollen) am Arbeitstag insgesamt über mehr als 300 m bewegt?
  • Werden Lastgewichte von mehr als 300 kg mit Wagen mit ausschließlich Lenkrollen am Arbeitstag insgesamt über mehr als 150 m bewegt?
  • Werden Lastgewichte von mehr als 400 kg mit Wagen ohne Deichsellenkung oder mit Hängekranen am Arbeitstag insgesamt über mehr als 150 m bewegt?
  • Werden Lastgewichte von mehr als 600 kg mit Wagen mit Deichsellenkung oder mit Hängebahnen am Arbeitstag insgesamt über mehr als 150 m bewegt?
  • Ist die Beschaffenheit des Fahrwegs ungünstig (z. B. Neigung größer 2° (4 %), unbefestigter Fahrweg, grob gepflastert, Kanten, Schwellen, starke Verschmutzung)?
  • Werden Treppenkarren zur Überwindung von Treppen eingesetzt?
  • Sind die Eigenschaften des Flurförderzeugs/der Hängebahn oder des Hängekrans ungünstig (z. B. defekte/unangepasste Rollen, keine/ungeeignete Griffe)?
  • Ist die Körperhaltung ungünstig (häufige/ständige Rumpfverdrehung, -seitneigung, Behinderungen im Beinraum, Kraftangriffshöhe zu niedrig oder zu hoch)?
  • Werden die Tätigkeiten von den Beschäftigten als beanspruchend empfunden?
  • Sind besonders schutzbedürftige Personen beschäftigt, wie beispielsweise Jugendliche oder werdende Mütter?

Wenn eine oder mehrere der Prüffragen mit "ja" beantwortet werden, kann das Risiko zunächst durch einfache Maßnahmen reduziert werden. Dazu gehören beispielsweise die Reduzierung des Lastgewichtes oder der Weglänge, die Verbesserung des Fahrweges sowie die Vermeidung ungünstiger Körperhaltungen. Wenn dies nicht zum Erfolg führt, ist eine detailliertere Beurteilung der Tätigkeiten erforderlich. Dies ist z. B. mit der belastungsartspezifischen Leitmerkmalmethode "Ziehen und Schieben" (LMM-ZS) möglich. Mit den LMM werden auf einfache Art und Weise die wesentlichen Belastungsmerkmale einer Teiltätigkeit ermittelt und dokumentiert. Anhand der Wahrscheinlichkeit einer körperlichen Überbeanspruchung und möglicher gesundheitlicher Folgen wird eine Beurteilung vorgenommen. Es können Handlungsbedarfe und Hinweise zur Arbeitsgestaltung abgeleitet werden.

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