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Steigen, Klettern

Die Kurzbegriffe "Steigen, Klettern" stehen beispielhaft für anstrengende arbeitsbedingte Bewegungen mit hoher dynamischer Ganzkörperbelastung. Sie sind vielfältig und lassen sich nach folgenden Merkmalen differenzieren:

  • Ersteigen von höher gelegenen Arbeitsplätzen über Treppen/Leitern/Steigeisengänge (zum Beispiel Turmdrehkrane, Hochspannungsmaste, Mobilfunksendanlagen, Windkraftanlagen, Gerüste, VanCarrier, Schornsteine, Schächte)
  • Arbeit an schwer erreichbaren Stellen (zum Beispiel Fassadenarbeiten mit Seilsicherung/handbetriebenen Arbeitskörben, Gerüstbau, Felssicherung)
  • Bewegung im Gelände mit Steigungen und/oder weichem Boden (zum Beispiel Forstarbeit, Weinbau in Steillagen, Bergbau)
  • kriechender/stark gebückter Zugang zu Arbeiten in Kanälen mit geringer Höhe (zum Beispiel Luftleitungskanäle, Abwasserkanäle, Kollektorkanäle)
  • gewerbsmäßige Bewegung von muskelkraftbetriebenen Fahrzeugen (zum Beispiel Postzustellung, Fahrradkuriere, Velotaxis, Fähren)

Grundsätzlich werden dabei nur solche Arbeitstätigkeiten betrachtet, die von der Mehrzahl aller Beschäftigten ohne besondere Bedingungen ausgeführt werden können. Tätigkeiten wie zum Beispiel Feuerwehr, Grubenwehr und Polizeidienst werden aufgrund der besonderen Regelungen und speziellen Personalauswahl nicht berücksichtigt.