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Art der Gefährdung und deren Wirkungen

Muskel-Skelett-Beschwerden

Hohe Intensität und Dauer/Häufigkeit von Aktions- und Haltungskräften sowie ungünstigen Körperhaltungen sind eine Gefahr für das Muskel-Skelett-System.

Bei mittleren Aktionskräften, die häufiger ausgeübt werden, können chronische Schäden durch fortgesetzte mechanische Fehlbelastungen mit stetig zunehmen-den Dauerbeschwerden auftreten (degenerative Gelenkserkrankungen, Sehnenscheidenentzündung, Schädigungen der peripheren Nerven, Muskelverspannung).

Bei hohen Aktionskräften, auch wenn sie selten ausgeübt werden, können akute schmerzhafte Schädigungen durch kurzzeitige mechanische Fehlbelastung mit deutlicher Funktionseinschränkung auftreten (zum Beispiel Muskelzerrung nach Abrutschen, Knochenbruch durch Sturz, Blockierung eines Wirbelgelenkes bei Kraftaufwendung). Die Aufwendung von Maximalkräften ist immer als gefährlich einzustufen.

Vorkommen

Arbeiten mit erhöhten Kraftanstrengungen und/oder Krafteinwirkungen kommen in vielfältiger Form vor. Ein grobes Ordnungskriterium ist die Dauer/Häufigkeit des Aufbringens von Kräften.

Mittlere Aktionskräfte, häufiger ausgeübt

  • Umgang mit handgehaltenen Werkzeugen (Schrauben, Schleifen, Bohren)
  • Materialaufzug mit Handflaschenzug
  • Container-Laschen
  • Kuppeln von Eisenbahnwagen

Hohe Aktionskräfte, selten ausgeübt

  • Demontage von festsitzenden Verschraubungen
  • Montage von Großmaschinen
  • Positionierung von Kranlasten
  • Bergungen im Rettungsdienst
  • Kabelziehen
  • Bedienen von Großschiebern im Wasserbau
  • Einsatz von Winden
  • Montage von Starkstromleitungen