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Grenzwerte, Beurteilungskriterien

Beurteilung der Gefährdung

Nach § 5 ArbSchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, die Arbeitsbedingungen hinsichtlich ihrer möglichen gesundheitsschädigenden Wirkungen zu beurteilen. Eine einheitliche Beurteilungsmethode gibt es allerdings nicht. Aus diesem Grund kann derzeit nur eine grobe Gefährdungsabschätzung unter Berücksichtigung der wichtigsten Merkmale nach Tabelle 9.6-1 vorgenommen werden. Treffen mehrere Merkmale der Spalten 3 und 4 zu, besteht die Gefahr einer physischen Überforderung.

Tabelle 9.6-1. Wichtige Tätigkeitsmerkmale bei der Arbeit mit erhöhter Kraftanstrengung

Merkmal

Ausprägung
1 2 34
Zeitdauer/
Häufigkeit
seltengelegentlichhäufigeroft
Höhe der AktionskraftgeringmittelhochMaximalkraft
Krafteinleitung

sicher,

ergonomischer Griff,

trocken

gut greifbare Konturen, formschlüssige Krafteinteilungunsicher, keine formschlüssige Krafteinleitungsehr unsicher, Abrutschgefahr, feucht
Körperhaltungfrei wählbarKörperhaltung gut, aber vorgegeben, kein Spielraum

gebeugt,

verdreht,

unsicher

hocken,

knien,

liegen

Ausführungs- bedingungen

sehr gut,

keine Hindernisse

eingeschränkt,

leichte Bewegungs- einschränkungen

schlecht, Verschmutzungen, eingeschränkte Sichtunzureichende Beleuchtung, keine Standsicherheit, Außenbedingungen

Grenzwerte

Es gibt keine rechtsverbindlichen Grenzwerte für empfohlene Aktionskräfte. Da die Beanspruchung des Muskel-Skelett-Systems von Zeitdauer/Häufigkeit, Körperhaltungen, Aktionskraft und Ausführungsbedingungen abhängt, sind diese Faktoren in ihrer Kombination zu beachten.

Eine Zusammenstellung von maximalen isometrischen Körperkräften enthält die DIN 33 411-5 Körperkräfte des Menschen.