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Art der Gefährdungen und deren Wirkungen

Wirkungen von Hand-Arm-Vibrationen

Arbeitnehmer, deren Hände regelmäßig Vibrationen ausgesetzt sind, leiden möglicherweise an Schädigungen, die zu den allgemein unter dem Begriff "vibrationsbedingte Erkrankungen" [1] bekannten Symptomen führen, zum Beispiel Knochen- oder Gelenkschäden, Durchblutungsstörungen oder neurologische Erkrankungen.

Durch langjährige Tätigkeit mit starken Hand-Arm-Vibrationen können degenerative Veränderungen der Handknochen, der Gelenke in der Hand, des Ellenbogens und der Schultern entstehen. Diese sind mit Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verbunden. Außerdem können Durchblutungsstörungen in den Fingern auftreten, die sich durch Taubheit und Kribbeln in den Fingern äußern und bis zu krampfartigen Attacken führen (Vibrationsbedingtes vasospastisches Syndrom bzw. Weißfinger-Krankheit) [3], [4]. Lang dauernde, intensive Hand-Arm-Vibrationen können zu den Berufskrankheiten BK 2103 "Erkrankungen durch Erschütterung bei Arbeit mit Druckluftwerkzeugen oder gleichartig wirkenden Werkzeugen oder Maschinen" sowie BK 2104 "Vibrationsbedingte Durchblutungsstörungen an den Händen" führen. Anfang 2015 trat eine Änderung der Berufskrankheiten-Verordnung in Kraft, welche die Erkrankungen "Carpaltunnel-Syndrom (CTS)" und "Hypothenar-Hammer-Syndrom (HHS)" bzw. "Thenar-Hammer-Syndrom (THS)" als Berufskrankheiten BK 2113 und BK 2114 anerkennt.

Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten können beeinträchtigt werden

  • durch zeitweiliges oder andauerndes Kribbeln und Schmerzen in den Händen,
  • durch Einschränkungen der Beweglichkeit und der Durchblutung in Händen und Armen,
  • bei kombinierter Belastung, zum Beispiel mit Lärm, Hitze, Kälte und Zugluft.