Navigation und Service

Art der Gefährdungen und deren Wirkungen

Im Arbeitsalltag kann die Haut der Beschäftigten aus verschiedenen Gründen gefährdet sein. Dabei sind nicht nur die Eigenschaften der verwendeten Gefahrstoffe, sondern auch die Bedingungen am Arbeitsplatz zu berücksichtigen.

Gefährdungen durch Gefahrstoffe

Hautgefährdende Stoffe

Hautgefährdende Stoffe sind ätzende, reizende oder sensibilisierende Stoffe und Gemische. Zu ihnen gehören beispielsweise Seifen, Säuren und Laugen, Wasch- und Reinigungsmittel. Häufig führen hautgefährdende Stoffe zu einer Entfettung der Haut und zu einer Schädigung der oberen Hautschicht, der natürlichen Schutzbarriere der Haut. Neben der Gefährdung durch Chemikalien kann diese Schutzschicht auch durch mechanische Beanspruchung oder Feuchtarbeit beschädigt werden.

Hautsensibilisierende Stoffe

Ist ein Stoff oder ein Gemisch hautsensibilisierend, können allergische Hautekzeme auftreten. Typische Allergene sind zum Beispiel Epoxidharze oder Metalle, wie Chrom, Nickel und Cobalt. In vielen Fällen tritt ein allergisches Kontaktekzem erst nach Jahren auf.

Individuelle Unterschiede bedingen unterschiedliche Risiken an einer Hautallergie zu erkranken. Ein weiterer allergiefördernder Einflussfaktor ist eine bereits vorgeschädigte Hautschutzschicht.

Hautresorptive Stoffe

Hautresorptive Stoffe gelangen über die Haut direkt in den Körper. Ein giftiger Stoff kann dort direkt zu akuten Gesundheitsschäden führen. Eine hohe Gefährdung geht jedoch auch von hautresorptiven Stoffen mit einer krebserzeugenden, erbgutverändernden, fruchtbarkeitsgefährdenden Wirkung aus.

Ein Stoff ist hautresorptiv, wenn er

Gefährdung durch Feuchtarbeitsplätze

Neben den Eigenschaften der Gefahrstoffe belasten Feuchtarbeitsplätze die Haut der Beschäftigten sehr. Ein Feuchtarbeitsplatz liegt vor, wenn Beschäftigte

  • mehr als zwei Stunden im feuchten Milieu tätig sind (zum Beispiel Friseure, Reinigungskräfte, Köche),
  • mehr als zwei Stunden flüssigkeitsdichte Schutzhandschuhe tragen oder
  • häufig und intensiv die Hände reinigen beziehungsweise desinfizieren (zum Beispiel im medizinischen Bereich).

Die wiederholt, chronische Schädigung der Hautschutzschicht kann über einen längeren Zeitraum zu einem toxisch –degenerativen Kontaktekzem führen. Ein typisches Beispiel sind die sogenannten Waschfrauenhände. Die Hände sind häufig geschwollen, die Haut ist schuppig und es bilden sich Risse, Rötungen und Schwellungen.

Bei der Einwirkung von stark reizenden oder hoch konzentrierten Substanzen, wie zum Beispiel Säuren und Laugen, kommt es in Abhängigkeit von der Konzentration und Einwirkzeit zu einer sofortigen Hautschädigung. Das toxische Kontaktekzem entsteht an der Kontaktstelle und heilt in der Regel nach Ende des Kontakts wieder ab.