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Zusätzliche Informationen durch REACH

Die REACH-Verordnung regelt die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Stoffen mit einer Jahresproduktion oberhalb einer Tonne. In drei Registrierungsphasen werden diese bis 2018, in Abhängigkeit von Produktionsvolumen und Gefährdungspotenzial, bei der Europäischen Agentur für chemische Stoffe (ECHA) registriert. Nach dem Prinzip "Keine Daten, kein Markt!" können Stoffe erst nach ihrer Registrierung vermarktet werden. Nicht registrierte Stoffe dürfen nicht vermarktet werden. Schon in der Registrierungsphase sind umfangreiche Daten zu physikalischen und chemischen Eigenschaften, zur toxikologischen Wirkung und zur Umwelttoxizität zu liefern. Diese Daten fließen in die Einstufung des Stoffs und in die Ableitung von Grenzwerten ein und werden Bestandteil des Sicherheitsdatenblatts. Neu im Sicherheitsdatenblatt sind die im Abschnitt 1 enthaltenen Angaben zu möglichst sicheren und nicht ratsamen Verwendungen. Für gefährliche Stoffe ab einer Produktionsmenge von zehn Tonnen pro Jahr wird ein Stoffsicherheitsbericht erstellt. Darin wird die von dem Stoff ausgehende Gefahr für Mensch und Umwelt beurteilt. Gegebenenfalls müssen sichere Expositionsszenarien entwickelt und dem Sicherheitsdatenblatt angefügt werden.

REACH fordert keine Expositionsszenarien für Gemische, die Expositionsszenarien der Einzelstoffe müssen bei der der Ableitung von Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.