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Fachkunde

Die Gefährdungsbeurteilung muss von einer fachkundigen Person durchgeführt werden. Diese muss

  • ausreichende Kenntnisse über die gefährlichen Eigenschaften der verwendeten Gefahrstoffe besitzen,
  • mit den Arbeitsabläufen und den auszuübenden Tätigkeiten vertraut sein,
  • die Vorschriften kennen,
  • die Arbeitsbedingungen beurteilen können und
  • die festgelegten Schutzmaßnahmen während einer Tätigkeit bewerten können.

Muss der Arbeitgeber nach der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (§§ 4 und 5 ArbMedVV) Vorsorgeuntersuchungen anbieten oder veranlassen, sind besondere arbeitsmedizinische Kenntnisse erforderlich. Umfang und Tiefe der notwendigen Kenntnisse sind abhängig von der zu beurteilenden Tätigkeit und können daher unterschiedlich sein. Die Kenntnisse sollen durch spezifische Fortbildungen regelmäßig vertieft werden, wie sie etwa von den Unfallversicherungsträgern, der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Verbänden, TÜV-Akademien, Industrie- und Handelskammern oder anderen Beratungsunternehmen regelmäßig angeboten werden.

Oftmals ist die Fachkunde von mehreren Personen zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung erforderlich. Im Betrieb sind es in der Regel Sicherheitsfachkraft gemeinsam mit dem Betriebsarzt. Der Arbeitgeber kann aber auch einen externen fachkundigen Beratungsdienst beauftragen.

Für die Beurteilung von Gefährdungen ist es notwendig, dass eine fachkundige Person erkennt, ab wann weitere Hilfestellung erforderlich ist. Gerade bei der Planung von geschlossenen Anlagen oder technischen Maßnahmen sowie bei Tätigkeiten mit besonders hohen Risiken kann das der Fall sein. Zur Umsetzung und Planung von raumlufttechnischen Anlagen und Absaugungen ist es empfehlenswert, einen Lüftungstechniker mit einzubeziehen. Geschlossene Anlagen sollten zusammen mit der Expertise eines Anlagenbauers geplant und umgesetzt werden. Beratend tätig sind in vielen Fragen die Unfallversicherungsträger und die staatlichen Aufsichtsbehörden.