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Einfluss der CLPVerordnung

Bis Juni 2015 war es freigestellt, bei der Gefährdungsbeurteilung die Einstufung und Kennzeichnung nach der Stoffrichtlinie (67/548/EWG) bzw. Zubereitungsrichtlinie (1999/45/EWG) oder nach CLP-Verordnung (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) – Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 zu berücksichtigen. Ein Teil der gesundheitsschädlichen Gefahrstoffe können nach den neuen Kriterien als giftig, reizende Zubereitungen können als ätzend eingestuft werden, ohne dass sich die Stoffeigenschaften ändern. Welche Auswirkungen das auf die Gefährdungsbeurteilung hat, ist noch nicht absehbar. Deshalb ist es empfehlenswert, die neue Einstufung zusätzlich ins Gefahrstoffverzeichnis aufzunehmen und bei einer abweichenden Einstufung dies zu vermerken.

Einfluss der CLPVerordnung

In der Übergangszeit werden zunehmend Produkte mit CLP-Kennzeichnung an die Arbeitsplätze gelangen. Deshalb sind die Beschäftigten entsprechend zu unterweisen. Existieren beide Kennzeichnungssysteme im Betrieb, ist die Betriebsanweisung für die alte und neue Einstufung zu erstellen. Weitere Empfehlungen zur Integration der CLP-Verordnung enthält die Bekanntmachung 408. Weitere Handlungshilfen für die Unterweisung, wie z. B. die Memocard kompakt, sind unter www. baua.de/ghs zu finden.

GHS-Memocard "Gefahrstoffe kompakt"

Abb. 3.0–1. Die GHS-Memocard "Gefahrstoffe kompakt" der BAuA erläutert kurz und auch für Laien verständlich die neuen GHS-Piktogramme.