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Können Gesichts­schilde die Funktion einer eng anliegenden Mund-Nase-Bedeckung ersetzen?

Gesichtsvisiere, Gesichtsschutzschirme oder Face Shields können das Gesicht und eventuell durch ihre Länge oder Erweiterungsteile den Hals schützen. Gesichtsvisiere werden im Bereich des Infektionsschutzes z. B. bei Operationen, Untersuchungen oder der Zahnheilkunde eingesetzt, um den Eintrag von Infektionserregern über die Bindehäute der Augen oder die Schleimhäute von Mund und Nase zu verringern. Als persönliche Schutzausrüstung schützen sie vor Spritzern von außen (z. B. Blut). Gesichtsvisiere erfüllen bei Expositionen gegenüber erregerhaltigen Tröpfchen oder Aerosolen nicht die Funktion eines Atemschutzes. Dazu müssen sie ergänzend mit Atemschutz, z. B. filtrierenden Halbmasken getragen werden.

Ziel einer medizinischen Gesichtsmaske (Mund-Nasen-Schutz (MNS)) ist es primär eine Freisetzung, z. B. von Viren; über Tröpfchen, etwa beim Sprechen, Husten oder Niesen in die Ausatemluft zu reduzieren. Sie dienen damit dem Drittschutz. Gleiches gilt auch für FFP-Masken. Ihre Leckage wird im Wesentlichen über die Öffnungen zwischen Maske und Gesichtshaut bestimmt. Bei Gesichtsvisieren ist diese Öffnung sehr viel größer und teilweise nach vorn gerichtet, wodurch sie bestenfalls die großen Aerosoltröpfchen zurückhalten und die Auswurfweite von Aerosolen aus der Ausatemluft herabsetzen. Feine Aerosole gelangen durch die Strömungsverhältnisse durch den z.T. sehr großen Spalt zwischen Mund/Nase und dem Schutzschirm ungehindert in die Raumluft. Sie stellen daher keinen zu standardisierten Masken (ohne Ausatemventil) vergleichbaren Drittschutz dar.

Stand: 17.05.2022

FAQ-Nr.: PSA018

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