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Warum sollte ein besonderes Augen­merk auf die Rück­kehr gelegt werden?

Trotz umfangreicher Schutzmaßnahmen werden sich Übertragungen von Infektionen mit SARS-CoV-2 in die Arbeitswelt hinein, aber auch innerhalb der Arbeitsumwelt nicht ganz vermeiden lassen.

Bei einem Großteil der Menschen im erwerbsfähigen Alter verläuft die Erkrankung mit milder Symptomatik. Die Ansteckungsfähigkeit geht nach Angaben des Robert Koch-Instituts ca. zehn Tage nach Symptombeginn stark zurück. Eine SARS-CoV-2-Infektion kann aber auch mit einem schweren Krankheitsverlauf und einem Krankenhausaufenthalt oder gar mit einer intensivmedizinischen Behandlung einher-gehen und mehrere Wochen dauern. In diesen Fällen bedarf es einer längeren Regenerationszeit und ggf. einer rehabilitativen Anschlussbehandlung. Doch auch bei einem milden Verlauf kann es durch die Quarantäne zu psychosozialen Folgen wie Depressivität, Ängstlichkeit, Wut, Stress, posttraumatischer Belastung, sozialer Isolation, Einsamkeit und Stigmatisierung kommen.

Allgemein gilt, dass insbesondere bei längerer Abwesenheit die Rückkehr zur Arbeit gut geplant und gestaltet werden sollte. Im Falle einer Arbeitsunfähigkeitsdauer von mehr als sechs Wochen in den letzten 12 Monaten ist der Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, den Beschäftigten ein Betriebliches Eingliederungsmanagement gemäß § 167 Absatz 2 SGB IX anzubieten.

Neben der Einhaltung von betrieblichen Maßnahmen zum Schutz vor einer COVID-19-Erkrankung ist es daher wichtig, auch für den Fall der Erkrankung von Beschäftigten organisatorische Vorkehrungen zu treffen. Hierbei können insbesondere Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit unterstützen.

Literatur:

SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel

Robert Koch-Institut. Epidemiologischer Steckbrief zu SARS-CoV-2 und COVID-19
(Stand: 13.11.2020)

Röhr S, Müller F, Jung F, Apfelbacher C, Seidler A, Riedel-Heller SG (2020). Psychosoziale Folgen von Quarantänemaßnahmen bei schwerwiegenden Coronavirus-Ausbrüchen: Ein Rapid Review. Psychiatrische Praxis 2020; 47(04): 179-189. DOI: 10.1055/a-1159-5562

Stand: 02.12.2020

FAQ-Nr.: 0035

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