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Was sind besonders gefährliche Arbeiten im Sinn der BaustellV?

Besonders gefährliche Arbeiten im Sinne des § 2 Abs. 3 BaustellV sind im Anhang II der BaustellV zusammengestellt. Die jeweils aktuelle Version mit fortgeschriebenen Bezügen zu anderen Vorschriften ist frei zugänglich unter: www.gesetze-im-internet.de/baustellv/

Erläuterungen erfolgen in RAB 10 Nr. 25. Besonders gefährliche Arbeiten im Sinne des § 2 Abs. 3 BaustellV sind:

  1. Arbeiten, bei denen die Beschäftigten der Gefahr des Versinkens, des Verschüttetwerdens in Baugruben oder in Gräben mit einer Tiefe von mehr als 5 m oder des Absturzes aus einer Höhe von mehr als 7 m ausgesetzt sind,
  2. Arbeiten, bei denen Beschäftigte ausgesetzt sind gegenüber

    a) biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppen 3 oder 4 im Sinne der Biostoffverordnung oder

    b) Stoffen oder Gemischen im Sinne der Gefahrstoffverordnung, die eingestuft sind als

    aa) akut toxisch Kategorie 1 oder 2,

    bb) krebserzeugend, keimzellmutagen oder reproduktionstoxisch jeweils Kategorie 1A oder 1B,

    cc) entzündbare Flüssigkeit Kategorie 1 oder 2,

    dd) explosiv oder

    ee) Erzeugnis mit Explosivstoff

  3. Arbeiten mit ionisierenden Strahlungen, die die Festlegung von Kontroll- oder Überwachungsbereichen im Sinne des Strahlenschutzgesetzes und der auf dessen Grundlage erlassenen Rechtsverordnungen erfordern,
  4. Arbeiten in einem geringeren Abstand als 5 m von Hochspannungsleitungen,
  5. Arbeiten, bei denen die unmittelbare Gefahr des Ertrinkens besteht,
  6. Brunnenbau, unterirdische Erdarbeiten und Tunnelbau,
  7. Arbeiten mit Tauchgeräten,
  8. Arbeiten in Druckluft,
  9. Arbeiten, bei denen Sprengstoff oder Sprengschnüre eingesetzt werden,
  10. Aufbau oder Abbau von Massivbauelementen mit mehr als 10 t Einzelgewicht.