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Muss man für den Bau des eigenen Einfamilienhauses einen Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan (SiGePlan) erstellen?

Ein SiGePlan ist zu erstellen, wenn:

  • auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, eine Vorankündigung zu übermitteln ist
    oder
  • auf einer Baustelle Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber tätig werden, besonders gefährliche Arbeiten nach Anhang II BaustellV ausgeführt werden.

Es kann davon ausgegangen werden, dass die erste Bedingung - Tätigwerden von Beschäftigten mehrerer Arbeitgeber und Übermittlung einer Vorankündigung - aufgrund des relativ geringen Bauumfangs häufig nicht auf den Bau eines Einfamilienhauses zutrifft. Ein SiGePlan ist demnach nicht zu erstellen. Notwendige Koordinationsleistungen zwischen den einzelnen Gewerken, insbesondere gewerkeübergreifende Schutzmaßnahmen sollten jedoch durch die für die Koordination bestellte Person in geeigneter Weise dokumentiert werden.

In seltenen Fällen ist es denkbar, dass Beschäftigte mehrerer Arbeitgeber gleichzeitig oder nacheinander tätig werden und bestimmte gefährliche Arbeiten anfallen, z. B. Absturzgefahr bei Arbeiten auf hochgelegenen Arbeitsplätzen bei Hanglage des Hauses.

In diesen Fällen ist ein SiGePlan zu erstellen.