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Von einem Koordinator nach Baustellenverordnung werden u. a. baufachliche Kenntnisse gefordert. Sollten bei Bauvorhaben, deren überwiegendes Gefährdungspotential z. B. im Bereich der Verfahrenstechnik oder der Elektrotechnik liegt, nicht anstelle der baufachlichen Kenntnisse solche, die das jeweilige Metier prägen, gefordert werden?

Wird der Koordinator bei Bauvorhaben in Bereichen, wie der Verfahrenstechnik, Elektrotechnik, Energietechnik, des Stahlbaus u. a. tätig, muss er auch dafür über ausreichende und einschlägige baufachliche Kenntnisse verfügen. Die unter Ziffer 4.1 der Regel zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB) 30 konkretisierten baufachlichen Kenntnisse können auf alle Bauarten und Bauverfahren angewendet werden. Sie sind nicht hoch- oder tiefbauspezifisch.

Finden Bauvorhaben gleichzeitig mit laufenden betrieblichen Prozessen statt, wird der Koordinator für die Berücksichtigung der betrieblichen Tätigkeiten (Gefährdungen aus den betrieblichen Prozessen und Verfahren) auf den im jeweiligen Betrieb vorhandenen Sachverstand zurückgreifen.

Nach Ziffer 4 der RAB 30 hängen die dem Koordinator im Einzelfall abzuverlangenden Kenntnisse und Erfahrungen von Art und Umfang des Bauvorhabens, den sich daraus ergebenden Gefährdungen und vom Zeitpunkt seines Einsatzes in der Phase der Planung der Ausführung oder der Ausführung ab.

Es steht nichts dagegen, dass z. B. Ingenieure des Maschinenbaus, der Verfahrenstechnik, der Geologie und Sicherheitsingenieure mit den Kenntnissen und Erfahrungen nach RAB 30 als Koordinatoren nach BaustellV tätig werden können.

Bei dem für eine Koordinatorentätigkeit infrage kommenden Personenkreis wird in der RAB 30 von Ingenieuren, nicht von Bauingenieuren gesprochen.

Jedoch müssen diese je nach Art und Umfang des Bauvorhabens über baufachliche Kenntnisse verfügen, die in den unter Ziffer 4.1 der RAB 30 genannten Bereichen erforderlich sein können. Diese Aufzählung ist beispielhaft und nicht abschließend. Es können nach Art des Bauvorhabens weitere oder andere Kenntnisse notwendig sein oder auch Kenntnisse nicht erforderlich sein.