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In der RAB 10 werden Massivbauelemente definiert. Werden im Fall der Errichtung von Windkraftanlagen dazu auch die einzelnen Stahlturmsegmente, Maschinenhäuser oder Rotorblätter gerechnet?

Die Begriffsbestimmung in der RAB 10 beschreibt Massivbauelemente als Körper mit relativ großer Masse, unabhängig von der Wahl des Baustoffes, z. B. Mauerwerk, Beton oder Stahlbeton, Stahl oder Holz. Eine Unterscheidung wird demnach nicht nach dem verwendeten Material oder dem Verwendungszweck sondern ausschließlich nach der Masse vorgenommen.

Bei der Errichtung oder dem Abbau einer Windkraftanlage werden zumeist Massivbauelemente von mehr als 10 Tonnen Eigengewicht auf- und abgebaut. Außerdem besteht die Gefahr von Abstürzen aus mehr als 7,5 m Höhe. Im Regelfall ist deshalb der Anhang II BaustellV "Besonders gefährliche Arbeiten" anzuwenden.

Hingewiesen wird außerdem darauf, dass es sich bei Windenergieanlagen um Arbeitsplätze auf einem Betriebsgelände im Freien nach § 41 der geltenden Arbeitsstättenverordnung handelt. Demnach sind insbesondere auch § 12 (Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände), § 17 Abs.1 bis 3 (Verkehrswege) und § 20 (Steigleitern, Steigeisengänge) bei der Nutzung, z. B. zur Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten, zu beachten.