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Gemäß Baustellenverordnung umfasst ein Bauvorhaben 3 Phasen: Die Planung der Ausführung des Bauvorhabens, seine Ausführung und die spätere Nutzung. Warum wird aus der Sicht des Arbeitsschutzes auf die Planungsphase ein besonderer Schwerpunkt gelegt?

Europaweite Untersuchungen haben ergeben, dass etwa zwei Drittel der Unfälle am Bau auf Planungsfehler und mangelnde Organisation zurückzuführen sind.

Deshalb müssen bereits in der Planung der Bauausführung die Voraussetzungen für eine effektive Koordination und Durchsetzung der Arbeitsschutzmaßnahmen geschaffen und damit die Weichen für eine sichere und gesundheitsgerechte Ausführung des Bauvorhabens gestellt werden.

Die Ausführung eines Bauvorhabens ist im Hinblick auf Sicherheit und Gesundheitsschutz entsprechend den allgemeinen Grundsätzen nach § 4 ArbSchG zu planen. Einzelheiten dazu enthält die Regel zum Arbeitsschutz auf Baustellen (RAB) 33.

Damit soll sichergestellt werden, dass bereits vor Beginn der Bauausführung Gefährdungen für alle auf der Baustelle Tätigen erkannt und minimiert werden. Das kann auch Gefährdungen für unbeteiligte Dritte betreffen.

Die Planung der Ausführung nach diesen Grundsätzen bedeutet insbesondere:

  • Entwurf der baulichen Anlage, Erstellen von Baubeschreibung und Ausschreibungen nach diesen Grundsätzen,
  • frühzeitige Information aller Beteiligten über verbleibende Gefährdungen und vorgesehene Schutzmaßnahmen, insbesondere gemeinsam genutzte Arbeitsbereiche und Einrichtungen,
  • Erstellung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzplanes sowie Zusammenstellung der Unterlage für spätere Arbeiten an der baulichen Anlage nach diesen Grundsätzen.

Neben der Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz für die Beschäftigten können sich durch die Berücksichtigung und Koordination der Arbeitsschutzmaßnahmen in der Planungsphase weitere positive Effekte ergeben.
siehe Welche positiven Effekte hat die Baustellenverordnung für den Bauherren?