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Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Tätigkeiten außerhalb von Gesundheits­wesen, Laboren und Sozialwesen

Die BAuA erreichen zunehmend Anfragen rund um das Thema Arbeitsschutz und SARS-CoV-2. Hier haben wir für Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen zusammengestellt.

Welche Schutzmaßnahmen zum Schutz vor SARS-CoV-2 sind bei beruflichem Personenkontakt außerhalb des Gesundheitswesens zu ergreifen?

Bei beruflichen Tätigkeiten mit Personenkontakt wie Einzelhandel, Gastgewerbe, Sicherheitsdienst, Handwerk, Lieferdienst, Personentransport und Büroräume gelten
in der Regel die Bestimmungen und Empfehlungen zu Infektionsschutz und Hygiene.

Hier sind die üblichen Maßnahmen wie Händehygiene, Husten- und Niesetikette sowie Verhaltensregeln im Umgang mit Menschen in der Öffentlichkeit zu berücksichtigen (siehe RKI).
www.rki.de/SharedDocs/FAQ/NCOV2019/FAQ_Liste.html

Da sich die Sachlage täglich ändert, ist auf aktuelle Behördliche Anordnungen vor Ort zu achten.

Stand: 18.03.2020

Gibt es Hinweise für Arbeitgeber und Beschäftigte mit Arbeits­schwerpunkt im Büroumfeld?

Die BAuA hat verschiedene Maßnahmen zur Unterbrechung der Covid-19 Infektionskette für Arbeitgeber und Beschäftigte mit Arbeitsschwerpunkt im Büroumfeld im folgenden Dokument zusammengefasst:
Hinweise für Arbeitgeber und Beschäftigte mit Arbeitsschwerpunkt im Büroumfeld (PDF, 129 KB)

Stand: 27.03.2020

Gibt es Hinweise für Arbeitgeber und Beschäftigte bei der Arbeit im Umfeld des Lebensmittel­einzelhandels?

Die BAuA hat verschiedene Maßnahmen zur Unterbrechung der Covid-19 Infektionskette für Arbeitgeber und Beschäftigte bei der Arbeit im Umfeld des Lebensmittel­einzelhandels im folgenden Dokument zusammengefasst:
Hinweise für Arbeitgeber und Beschäftigte bei der Arbeit im Umfeld des Lebensmitteleinzelhandels (PDF, 121 KB)

Stand: 31.03.2020

Spielt im Warenverkehr ein berufsbedingtes Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2 eine Rolle?

Eine Infektionsübertragung durch Warenverkehr ist bislang nicht bekannt und bleibt auch bei Berücksichtigung aktueller Daten zur Stabilität von SARS-CoV-2 auf Oberflächen von Gegenständen sehr unwahrscheinlich.

Für die Infektionskette im Warenverkehr müsste

  • eine Kontamination stattgefunden haben,
  • das Virus auf der transportierten Ware noch infektiös sein
  • das Virus in für eine Infektion ausreichender Menge auf Schleimhäute des Beschäftigten übertragen werden.

Derzeit wird die Tröpfcheninfektion, ausgehend von Infizierten als Hauptübertragungsweg von SARS-CoV-2 gesehen. Schmierinfektionen, z. B. durch Berührung virusbeladener Oberflächen und anschließende Übertragung des Virus auf eigene Schleimhäute sind möglich, werden jedoch beim Warenverkehr als sehr unwahrscheinlich eingestuft. Hinweise zu Infektionen durch Kontakt mit Waren gab es bei dem sehr ähnlichen SARS-Coronavirus der SARS-Epidemie 2003 nicht.

Es wird die Einhaltung der Grundhygiene empfohlen, wozu insbesondere regelmäßiges Händewaschen mit Wasser und Seife und die Husten- und Niesetikette gehören.

Im Warenverkehr sind die Schutzmaßnahmen bei Gefährdungen durch Biostoffe, z. B. Ungeziefer oder Schimmelbefall, einzuhalten (s.a. DGUV-Praxishilfe Frachtcontainer). Die im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung allgemein festzulegenden Arbeitsschutzmaßnahmen sollten in der Regel ausreichend sein, um im Warenverkehr Schutz vor einer ohnehin unwahrscheinlichen SARS-CoV-2-Infektion zu bieten.

Das RKI und das BfR geben ebenfalls Auskunft zum Warenverkehr mit Bezug zu SARS-CoV-2:

RKI: Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2

BfR: Atemwegserkrankungen durch neuartiges Coronavirus (2019-nCoV)

Eine Gefährdungsbeurteilung muss im konkreten Fall immer vor Ort durch den Arbeitgeber mit entsprechender Fachexpertise für eine spezielle Tätigkeit erfolgen.

Stand: 19.02.2020

Stellen Abtrennungen in Form von Schutzscheiben/-folien eine Maßnahme zum Schutz vor Covid-19 Infektionen im Einzelhandel dar?

Der Einsatz von Schutzscheiben oder aufgespannten Schutzfolien für den Einsatz in öffentlichen Einrichtungen zum Schutz der Beschäftigten (z. B. Kassierer, Theken, Bankschalter) vor der Kontamination mit Covid-19 aus der Ausatemluft von Kunden kann als ein möglicher "Baustein" zur Unterbrechung der Infektionskette angesehen werden. Aus unserer fachlichen Sicht wird mit einem Schutzschirm die unmittelbare Belastung des Beschäftigten durch die Atemluft der Kunden (z. B. beim Husten) gehemmt. Die Baugröße sollte den Atembereich abdecken, so dass von den typischen Körpermaßen erwachsener Personen ausgegangen werden kann.

Zusätzlich wird empfohlen, mit weiteren Maßnahmen einer möglichen Infektion vorzubeugen. Dazu zählen beispielsweise eine Begrenzung der Kundenzahl im Raum, um die potentielle Belastung mit Infektionserregern in der Raumluft niedrigzuhalten. Mit einer ausreichenden Lüftung kann die Anzahl der Infektionserreger in der Luft geringgehalten werden. An Wartebereichen (z. B. Kasse, Theke) können Markierungen für einen ausreichenden Kundenabstand untereinander und zum Abstand zu den Beschäftigten (z. B. Bodenmarkierung, Flatterbänder) angebracht werden. Zudem sollte den Beschäftigten stets die Möglichkeit der regelmäßigen Händehygiene gegeben werden (z. B. stündlich) und wenn möglich die Bezahlung bargeldlos erfolgen. Diese Maßnahmen können durch Weitere ergänzt werden.

Stand: 20.03.2020

Wie ist mit Abfällen bei Behandlung und Pflege von Patienten mit einer Infektion durch SARS-CoV-2 umzugehen?

Gibt es in abwassertechnischen Anlagen ein erhöhtes berufsbedingtes Infektionsrisiko mit SARS-CoV-2?

Nach derzeitigem Stand des Wissens ist eine Übertragung von SARS-CoV-2 über den Weg des Abwassers sehr unwahrscheinlich. Von einer Gefährdung für Beschäftigte in abwassertechnischen Anlagen in Zusammenhang mit dem Auftreten von SARS-CoV-2 ist laut aktueller Datenlage nicht auszugehen. Die Krankheit wird im direkten Kontakt mit Erkrankten durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen.

Dessen ungeachtet, sind Schutzmaßnahmen, wie in der TRBA 220 "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen in abwassertechnischen Anlagen" formuliert, zu beachten.

Stand: 18.03.2020

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