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Welche Schutzmaßnahmen spielen bei beruflichen Tätigkeiten mit möglichen Kontakt zu SARS-CoV-2 im diagnostischen Labor eine Rolle?

Schon bei Tätigkeiten mit Probenmaterialien von Patienten die unter Verdacht stehen eine Infektion mit SARS-CoV-2-Infektion zu haben, sollten neben den RKI Empfehlungen, Schutzmaßnahmen nach TRBA 100 ergriffen werden, die besondere Gefährdung durch luftübertragbare Krankheitserreger berücksichtigen.

Dies sind insbesondere:

  • Vermeiden unnötiger Tätigkeiten, die zur Freisetzung von Aerosolen mit SARS-CoV-2 führen können.
  • Verwenden von Geräten und Verfahren, die keine Aerosole freisetzen.
  • Notwendige Tätigkeiten, die zur Freisetzung von Aerosolen mit SARS-CoV-2 führen können, müssen in der Sicherheitswerkbank der Klasse 2 durchgeführt werden.
  • Kontaminierte Prozessabluft darf nicht unbehandelt in den Arbeitsbereich abgegeben werden. Sie muss durch geeignete Verfahren wie Filterung oder thermische Nachbehandlung dekontaminiert werden.
  • Auf das Tragen von Schutzkittel und Handschuhen ist zu achten.
  • Nach Abschluss der Arbeiten sind die Hände auch nach dem Tragen von Schutzhandschuhen zu desinfizieren und entsprechend Hautschutzplan zu pflegen.
  • Das Tragen von Atemschutz (mind. FFP-2) und Schutzbrille wird empfohlen.
  • Die Zahl der Beschäftigten ist auf ein Mindestmaß zu beschränken. Andere Personen dürfen den Arbeitsbereich nur mit Erlaubnis des/der Verantwortlichen betreten.
  • Oberflächen, wie Arbeitsflächen und angrenzende Wandflächen, Fußböden, Flächen an Geräten und Apparaten, die mit Biostoffen in Kontakt kommen können, müssen leicht zu reinigen und beständig gegenüber den eingesetzten Desinfektionsmitteln sein.
  • Nach der Arbeit ist eine Desinfektion und Entsorgung so umzusetzen, dass eine Exposition der Beschäftigten oder Dritter mit SARS-CoV-2 ausgeschlossen ist.

Näheres zur Einstufung und zu Maßnahmen im Diagnostischen Labor finden Sie unter: ABAS Beschluss 1/2020 vom 19.02.2020:
Beschluss des ABAS zur vorläufigen Einstufung des Virus SARS-CoV-2 in Risikogruppe 3 und Empfehlungen zu nicht gezielten Tätigkeiten (Labordiagnostik) und gezielten Tätigkeiten mit SARS-CoV-2 (PDF, 142 KB)

Eine Gefährdungsbeurteilung muss im konkreten Fall immer vor Ort durch den Arbeitgeber mit entsprechender Fachexpertise für eine spezielle Tätigkeit erfolgen.

Stand: 27.03.2020

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