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Psychische Gesundheit

Psychische Gesundheit und wie man sie auf Dauer erhält

Der Schutz der psychischen Gesundheit besitzt in der heutigen Arbeitswelt einen hohen Stellenwert. Die BAuA begleitet mit ihren Forschungsaktivitäten die damit im Zusammenhang stehende öffentliche und politische Diskussion. Sie trägt wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse über arbeitsbezogene Einflussfaktoren auf die psychische Gesundheit bei und initiiert weiterführende Forschung. Als Ressortforschungseinrichtung des BMAS beteiligt sich die BAuA an der Offensive Psychische Gesundheit.

Angestellte lächelt zufrieden. © iStock | FangXiaNuo

Verschiedene Entwicklungen haben dazu beigetragen, dass wir uns heute verstärkt mit der psychischen Belastung in der Arbeitswelt befassen. Zum einen nehmen die Diagnosen psychischer Erkrankungen zu. Das zeigen die Statistiken zur Arbeitsunfähigkeit und zur Erwerbsminderungsrente. Zum anderen haben sich im Wandel der Arbeit auch die psychischen Anforderungen an Beschäftigte verändert. So ist Wissensarbeit zunehmend verbreitet und bringt im Zuge der Digitalisierung steigende kognitive Anforderungen aufgrund wachsender Informationsmengen mit sich. Auch steigt der Anteil von Beschäftigten im Dienstleistungsbereich: mehr und mehr Beschäftigte üben Tätigkeiten mit hohen emotionalen Anforderungen aus und müssen in ihrem Arbeitsalltag mit Kunden oder Patienten umgehen.

In Zeiten der SARS-CoV-2-Pandemie hat das Thema psychische Belastung der Beschäftigten durch die damit verbundenen tiefgreifenden Veränderungen z. B. der Arbeitsorganisation, der Arbeitszeitgestaltung sowie der Art und Weise der Kommunikation und Kooperation noch einmal besondere Bedeutung gewonnen. Entsprechend ist sie ein Themenkomplex in der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzregel.

Vor diesem Hintergrund greift die "Offensive Psychische Gesundheit" des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales gemeinsam mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ein hochaktuelles Thema auf. Die Offensive hat sich die Entwicklung einer ressortübergreifenden Strategie zur psychischen Gesundheit vorgenommen, die die verschiedenen Lebenswelten und ihre Verzahnung in den Blick nimmt. Die BAuA ist als "First Starter" aktiv in die Offensive eingebunden und trägt mit ihren Erkenntnissen aus der Forschung dazu bei.

Bereits zuvor hat die BAuA mit dem Projekt "Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt – Wissenschaftliche Standortbestimmung" den bisherigen Wissensstand darüber zusammengefasst, welche arbeitsbezogenen Faktoren die psychische Gesundheit beeinflussen. Die identifizierten Erkenntnislücken waren Grundlage für die Initiierung einer ganzen Reihe anwendungsorientierter Forschungsprojekte, z.B. zur Wirkung von Pausen und zur Gesunden Führung.

Außerdem widmet sich die BAuA mit ihrem Forschungsschwerpunkt zur mentalen Gesundheit und kognitiven Leistungsfähigkeit der Frage, welche Faktoren die mentale Gesundheit in der Arbeitswelt beeinträchtigen und welche Ressourcen und weitere Schutzfaktoren für die mentale Gesundheit und die kognitive Leistungsfähigkeit heute und in Zukunft förderlich sind.

Darüber hinaus stellt die BAuA Informationen zur präventiven Arbeitsgestaltung bereit. Eine menschengerechte Gestaltung der Arbeit trägt dazu bei, psychische Beeinträchtigungen durch die Arbeit zu vermeiden und die psychische Gesundheit zu erhalten. Eine Grundlage dafür ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung. Mit ihren Aktivitäten zu psychischer Belastung im Kontext des Arbeitsschutzes ist die BAuA an der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie beteiligt.

Publikationen

BAuA-Themen zur Offensive Psychische Gesundheit

Tätigkeitsspielraum

Charakteristisches Merkmal des Tätigkeitsspielraums ist die Möglichkeit, Einfluss auf den Verlauf der Arbeitstätigkeit zu nehmen. Für die psychische Gesundheit ist dies von zentraler Bedeutung. Zahlreiche Studien zeigen, dass zu geringe Spielräume in der Arbeit zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen können.

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Pausen und Erholung

Erholung dient der Wiederherstellung verbrauchter körperlicher und psychischer Energie. Sie ist eine Voraussetzung, um negative Folgen hoher Arbeitsbelastung abzubauen.

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Arbeitsintensität

Die heutige Arbeitswelt bringt verschiedene Anforderungen mit sich, die zu neuen oder sich verstärkenden "traditionellen" Formen psychischer Belastung führen. Bedeutend sind Informationsflut sowie Zeit- und Leistungsdruck, die gesundheitsrelevant sind und mit denen Betriebe und Beschäftigte umgehen müssen.

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Arbeitszeit

Arbeit außerhalb von der "normalen" werktäglichen Tagarbeitszeit kann kurz- und langfristige Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit von Beschäftigten haben. Arbeitszeit sollte daher so gestaltet sein, dass ausreichende und günstige Zeit für Erholung, Schlaf, familiäre und sonstige Aktivitäten zur Verfügung steht.

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Führung und Zusammenarbeit

Über ihr Verhalten und die Gestaltung der Arbeitsbedingungen haben Führungskräfte einen wichtigen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter. Führungskräfte stellen zentrale Ressourcen zur Verfügung, von denen die soziale Unterstützung eine besonders wichtige Rolle einnimmt, weil sie stressmildernd wirkt.

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Mensch und Technik

Die zunehmende Digitalisierung von Arbeitssystemen eröffnet der Arbeitsgestaltung zahlreiche Möglichkeiten zur kontextsensitiven Unterstützung von Beschäftigten. Dabei gilt es, verschiedene Aspekte wie eine zu enge technologische Kopplung als auch Effekte von Überwachung zu beachten.

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Rückkehr nach einer psychischen Krise

Die Wiedereingliederung nach einer psychischen Krise ermöglicht Beschäftigten die Teilhabe am Arbeitsleben. Eine Return to Work-Strategie als Teil des Betrieblichen Gesundheitsmanagements sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Beschäftigten und beteiligten Akteuren fördern eine nachhaltige Rückkehr an den Arbeitsplatz.

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Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungen durch die psychische Belastung bei der Arbeit, etwa infolge zu hoher Arbeitsmengen oder überlanger Arbeitszeiten, betreffen Beschäftigte aller Branchen und Betriebsgrößen. Die Betriebe sind aufgefordert, solche Risiken aktiv zu senken. Dabei hilft die Gefährdungsbeurteilung.

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Weitere Informationen

Forschungsprojekte

ProjektnummerF 2525 StatusLaufendes Projekt Formative qualitative Evaluation einer frühen Intervention am Arbeitsplatz (FRIAA) für Beschäftigte mit psychischen Krisen und Erkrankungen

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ProjektnummerF 2478 StatusLaufendes Projekt Dritte Welle der Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA III)

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ProjektnummerF 2408 StatusAbgeschlossenes Projekt Arbeits- und beschäftigungsbezogene Determinanten des Arbeitsengagements und der Zusammenhang mit mentaler Gesundheit und Arbeitsfähigkeit

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ProjektnummerF 2407 StatusAbgeschlossenes Projekt Interaktionseffekte von psychosozialen Faktoren in der Arbeit auf die psychische Gesundheit: Querschnittsanalysen mit den S-MGA-Daten und Längsschnittanalysen mit den lidA-Daten

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ProjektnummerF 2402 StatusAbgeschlossenes Projekt Experimentelle Untersuchungen zur Entwicklung der kontinuierlichen neuronalen Beanspruchungsmessung für den Feldeinsatz

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ProjektnummerF 2384 StatusAbgeschlossenes Projekt Projektbündel: Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA II) - Projekt­komponente 1: Vorbereitung des CAPI und Durch­führung der Daten­erhebung S-MGA II

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ProjektnummerF 2460 StatusLaufendes Projekt Projektbündel: Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA II) - Projekt­komponente 2: Beziehungen zwischen Arbeits- und Beschäftigungs­bedingungen, Burnout und depressiver Symptomatik im Längsschnitt

Zur Projektbeschreibung : Projektbündel: Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA II) - Projekt­komponente 2: Beziehungen zwischen Arbeits- und Beschäftigungs­bedingungen, Burnout und depressiver Symptomatik im Längsschnitt …

ProjektnummerF 2461 StatusLaufendes Projekt Projektbündel: Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA II) - Projekt­komponente 3: Beziehungen zwischen Arbeit und Wohl­befinden im Längsschnitt

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ProjektnummerF 2462 StatusLaufendes Projekt Projektbündel: Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA II) - Projekt­komponente 4: Mentale Gesundheit und Teilhabe am Erwerbs­leben

Zur Projektbeschreibung : Projektbündel: Längsschnittstudie zur mentalen Gesundheit bei der Arbeit (S-MGA II) - Projekt­komponente 4: Mentale Gesundheit und Teilhabe am Erwerbs­leben …

ProjektnummerF 2318 StatusAbgeschlossenes Projekt Depressionen, Burnout und kognitive Defizite - Studien an Beschäftigten zum Einfluss arbeitsbezogener und individueller Determinanten

Zur Projektbeschreibung : Depressionen, Burnout und kognitive Defizite - Studien an Beschäftigten zum Einfluss arbeitsbezogener und individueller Determinanten …

ProjektnummerF 2312 StatusAbgeschlossenes Projekt Psychophysiologische Untersuchung zu Veränderungen kognitiver Leistungsfähigkeit im Erwerbsleben unter Beachtung individueller kognitiver Reserven

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ProjektnummerF 2283 StatusAbgeschlossenes Projekt Einfluss psychischer Belastungen am Arbeitsplatz auf das "Neuroenhancement" - empirische Untersuchungen an Erwerbstätigen

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ProjektnummerF 2264 StatusAbgeschlossenes Projekt Systematische Reviews zum Thema "Mental Health/kognitive Leistungsfähigkeit im Kontext der Arbeitswelt"

Zur Projektbeschreibung : Systematische Reviews zum Thema "Mental Health/kognitive Leistungsfähigkeit im Kontext der Arbeitswelt" …

Publikationen

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