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Beurteilung und Gestaltung von Belastungen der oberen Extremitäten

Gefährdungen durch manuelle Arbeitsprozesse mithilfe der Leitmerkmalmethode ermitteln

Ausgabe 30/22
Datum 21. September 2022

Dortmund - Manuelle Arbeitsprozesse sind eine Belastungsart mit gleichförmigen, sich wiederholenden Bewegungen und Kraftaufwendungen. Die Arbeiten werden meistens im Sitzen oder Stehen ausgeführt. Dabei werden vor allem die kleinen Muskelgruppen des Hand-Arm-Systems beansprucht. Bei einer Überbeanspruchung kann dies zu Beeinträchtigungen an Gelenken, Muskeln und Sehnen führen. Um Gesundheitsgefahren am Arbeitsplatz zu reduzieren, hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) die Leitmerkmalmethoden (LMM) neu- und weiterentwickelt. Die nun veröffentlichte baua: Praxis "Manuelle Arbeitsprozesse" zeigt, wie eine Gefährdungsbeurteilung mithilfe der Leitmerkmalmethode zu dieser Belastungsart durchgeführt werden kann.

Zunächst gibt die Broschüre einen Überblick über das mehrstufige Leitmerkmalmethoden-Inventar. Mit diesen können Arbeitsschutzakteure die Belastungsmerkmale einer Tätigkeit ermitteln, die Wahrscheinlichkeit einer Überbeanspruchung durch körperliche Belastungen abschätzen, Handlungsbedarfe und Maßnahmen ableiten sowie deren Wirksamkeit überprüfen. Das zweite Kapitel erläutert die Zuordnung von Tätigkeiten zur Belastungsart "Manuelle Arbeitsprozesse", gesundheitliche Risiken für bestimmte Körperregionen und die Beurteilungskriterien der Kraftausübung. Eine praxisorientierte Handlungsanleitung mit Beispielen bietet das dritte Kapitel der Broschüre. Hier werden alle Schritte der LMM mit Bezug auf die Formblätter erläutert.

Mit der Leitmerkmalmethode "Manuelle Arbeitsprozesse" steht ein praxisbewährtes Screening-Instrument zur Gefährdungsbeurteilung zur Verfügung. Sie richtet sich an betriebliche Praktikerinnen und Praktiker wie Führungskräfte, Arbeitsgestalterinnen und -gestalter, Beschäftigtenvertretungen, Sicherheitsfachkräfte oder Betriebsärztinnen und -ärzte. Voraussetzung für die Anwendung ist eine gute Kenntnis der zu beurteilenden Arbeitsplätze.

Die Broschüre kann über den Webshop der BAuA bestellt oder als PDF auf der Internetseite heruntergeladen werden www.baua.de/publikationen.

Forschung für Arbeit und Gesundheit

Die BAuA ist eine Ressortforschungseinrichtung im Geschäftsbereich des BMAS. Sie betreibt Forschung, berät die Politik und fördert den Wissenstransfer im Themenfeld Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit. Zudem erfüllt die Einrichtung hoheitliche Aufgaben im Chemikalienrecht und bei der Produktsicherheit. An den Standorten Dortmund, Berlin und Dresden arbeiten rund 800 Beschäftigte.

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