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Prozessleitung und Koordinierung Biozide

Das Chemikaliengesetz benennt die BAuA sowohl als Bundesstelle für Chemikalien (Zulassungsstelle für Biozide) als auch als Bewertungsstelle für Sicherheit und Gesundheitsschutz der Beschäftigten zur Umsetzung der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 (Biozid-Verordnung). Die Aufgabenwahrnehmung als Einvernehmensstelle wird im Fachbereich 4 durch die Prozessleitung und Koordinierung Biozide wahrgenommen.
Die Verordnung (EU) Nr. 528/2012 regelt die Bereitstellung von Biozidprodukten auf dem europäischen Markt und deren Verwendung. Sie sieht ein 2-stufiges Verfahren vor, in dem zunächst biozide Wirkstoffe in eine Positivliste aufgenommen werden und anschließend Anträge auf Zulassung von Biozidprodukten mit Wirkstoffen aus dieser Positivliste gestellt werden müssen.

Im Rahmen der Wirkstoffbewertung beurteilt die Einvernehmensstelle Arbeitsschutz die mit der Verwendung der Wirkstoffe und Produkte verbundenen Risiken an Arbeitsplätzen. Dies umfasst die Bewertung der Exposition und Risiken für berufliche Anwender bei der Handhabung und die Festlegung von Schutzmaßnahmen für den sicheren Umgang am Arbeitsplatz.

Für die Zulassung von Biozidprodukten formuliert die Einvernehmensstelle Vorgaben aufgrund nationaler Besonderheiten. Hierzu gehören die Weitergabe von Gefährdungsinformationen und Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten ebenso wie produkt- und verwendungsspezifische Einschränkungen.

Um eine sichere Verwendung von Biozidprodukten zu ermöglichen, müssen zielgerichtete Arbeitsschutzmaßnahmen formuliert werden. Dies erfordert eine realistische Modellierung von Belastungssituationen und in der Praxis erprobte Schutzmaßnahmen. Der Fachbereich 4 hat in verschiedenen Projekten sichere Tätigkeiten mit unterschiedlichen Bioziden untersucht. Die Projekte haben sich u.a. mit Tätigkeiten auseinandergesetzt, bei denen eine hohe Exposition zu erwarten ist, wie bei Sprühverfahren oder dem Umgang mit Konzentraten. Darüber hinaus wurden einzelne biozide Produktarten und die dort zu beobachtenden Expositionsszenarien genauer untersucht. So gab es Projekte zu Insektiziden, Antifoulings und Holzschutzmitteln. Neben einer umfassenden Darstellung der Expositionsszenarien wurden in den Projekten zu Sprühverfahren und Holzschutzmitteln Arbeitsplatzmessungen durchgeführt. In einem weiteren Projekt zu Holzschutzmitteln wird die dermale Exposition bei der Verwendung von Teerölen ermittelt (noch in Bearbeitung). Basierend auf den Ergebnissen der Projekte entwickelt der Fb 4 Konzepte zur Bewertung von Bioziden. Hierzu gehört auch die Entwicklung eines IT-Modells zur Bewertung von dermaler und inhalativer Exposition beim Versprühen von Bioziden: Das Modell SprayExpo.

Weiterhin werden Schutzleitfäden entwickelt, die in kurzer, verständlicher Form die wichtigsten Maßnahmen für den Schutz der berufsmäßigen Anwender zusammenstellen und so die Kommunikation der Behörde mit dem Antragsteller bzw. des Arbeitgebers mit seinen angestellten Biozid-Verwendern verbessern.

Die in der Einvernehmensstelle Arbeitsschutz beteiligten Fachgruppen sind die Gruppen 4.1 "Expositionsszenarien", 4.3 "Toxikologie" und 4.7 "Biologische Arbeitsstoffe".

Kontakt

WissOR'in Dr. Dagmar Holthenrich

Prozessleiterin Biozide Prozessleitung und Koordinierung Biozide

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