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WHO-CC - WHO Collaborating Centre for Occupational Health

Als "WHO Collaborating Centre for Occupational Health" und Mitglied in dem gleichnamigen Netzwerk unterstützt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) bei der Umsetzung ihrer Aktionspläne im Bereich Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit.

Der "Workers' health: Global plan of action" hat das Ziel, weltweit die Gesundheit und das Wohlergehen der Beschäftigten sicherzustellen. Dies soll über verschiedene Wege geschehen, so zum Beispiel über

  • die Primärprävention von beruflichen Risiken,
  • den Schutz und die Stärkung der Gesundheit bei der Arbeit,
  • die Verbesserung der Arbeitsbedingungen,
  • abgestimmte Maßnahmen aus den allgemeinen Gesundheitssystemen, die speziell auf Beschäftigte ausgerichtet sind.

Das Netzwerk der „WHO Collaborating Centres for Occupational Health“ trägt mit gemeinsamen Projekten zur Erreichung dieses Zieles bei.

Was ist die Weltgesundheitsorganisation?

Die Weltgesundheitsorganisation ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (United Nations, UN) mit Sitz in Genf. Sie wurde am 7. April 1948 gegründet und zählt derzeit 194 Mitgliedstaaten (Stand: Juli 2019). Als Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen ist ihr Ziel eine "bestmögliche Gesundheit für Alle". Die Hauptaufgabe der WHO ist die Bekämpfung von Erkrankungen, mit Schwerpunkt auf Infektionskrankheiten, sowie die Förderung der allgemeinen Gesundheit. Dazu werden Leitlinien, Standards und Methoden in gesundheitsbezogenen Bereichen entwickelt. Bei der WHO arbeiten derzeit weltweit über 7000 Beschäftigte in 150 Länderbüros, 6 Regionalbüros und in der Zentrale in Genf.

Was sind die WHO-Collaborating Centres?

Die WHO Collaborating Centres (WHO-CC) sind Institutionen wie Forschungseinrichtungen oder Institute von Universitäten, die vom Director-General der WHO ernannt werden und die die WHO in der Umsetzung ihrer Ziele und Aufgaben unterstützen. Derzeit gibt es mehr als 800 WHO Collaborating Centres in mehr als 80 Mitgliedsstaaten der WHO.

Eine Ernennung als WHO-CC erfolgt für vier Jahre und ist verbunden mit spezifischen Aufgaben für diese Institution, die in einem "Workplan" festgeschrieben sind. Die WHO-CC berichten der WHO in ihrem jährlichen Report, welche Aktivitäten zur Umsetzung ihres "Workplans" sie unternommen haben. Über eine Neu-Ernennung als WHO-CC entscheidet die WHO in Abhängigkeit von der Erfüllung des "Workplans".

Im Bereich "Occupational Health" gibt es derzeit 42 WHO-CCs (Stand: Juli 2019), von denen 13 in Europa angesiedelt sind. In Deutschland gehört neben der BAuA das Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) dazu. Seit 1992 treffen sich Vertreter dieser Institutionen regelmäßig im Abstand von zwei bis drei Jahren. Das letzte Treffen fand im April 2018 in Dublin, Irland, statt.

Wichtige Partner der WHO im Bereich "Occupational Health" sind neben den WHO-CCs

  • die International Labour Organization (ILO),
  • die International Commission of Occupational Health (ICOH),
  • die International Occupational Hygiene Association (IOHA) und
  • die International Ergonomics Association (IEA).

Beitrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin als WHO-CC

Bereits die Vorläufer-Institution der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, das Zentralinstitut für Arbeitsmedizin (ZAM) in der DDR, war ein Collaborating Centre der WHO: Die erste Ernennung erfolgte im Januar 1976. Im Dezember 2017 wurde die BAuA erneut für 4 weitere Jahre als WHO-CC ernannt. Sie kooperiert weltweit mit weiteren WHO-CCs und kommt ihrer Verpflichtung laut spezifischem „Workplan 2017-21“ mit drei Beiträgen nach:

  • Assessing the psychosocial work environment
  • Importance of fibre particle morphology for worker safety
  • Meeting of the network of WHO Europe Collaborating Centres for Occupational Health

Der erste Beitrag zielt auf die Weiterentwicklung und Validierung des in Australien entwickelten Fragebogens zur Erfassung des "Psychosocial Safety Climate" (PSC). Das PSC ist eine spezifische Form des Organisationsklimas, die sich auf die Grundsätze und Praktiken einer Organisation zum Schutz der psychischen Gesundheit der Beschäftigten bezieht.
Die wissenschaftliche Untermauerung des Gruppierungsansatzes der WHO-Leitlinien zum Schutz von Arbeitnehmern vor Risiken durch hergestellte Nanomaterialien ist ein weiterer Schwerpunkt der BAuA. Im Mittelpunkt steht der Schutz vor den schädlichen Wirkungen asbestähnlicher Faserstäube.

Weiterhin ist als dritter Beitrag die Organisation und Durchführung eines Treffens der europäischen „WHO Collaborating Centres for Occupational Health“ im Frühjahr 2021 in Dortmund geplant.