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Kooperationen und Internationales

Kooperationen auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene

Die BAuA wirkt in einer Vielzahl nationaler, europäischer und internationaler Institutionen und Gremien mit. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Kooperationen ergeben sich aus der fachlichen Strategie der BAuA und deren Umsetzung im Arbeitsprogramm, aber auch aus der Orientierung an gemeinsamen europäischen Zielen und Strategien. Daneben entstehen eine Reihe kooperativer Schwerpunkte im Umfeld der Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben, wie z. B. im Rahmen von REACH oder der CLP-Verordnung. Bei diesen Verfahren ist die BAuA zuständige Behörde im Sinne der EU-Richtlinien. Sie fungiert als nationale und internationale Schnittstelle und steht im Austausch mit der Europäischen Kommission, der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) sowie mit zuständigen Behörden anderer Mitgliedstaaten.

Da das Feld von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit fast vollständig durch EU-Recht abgedeckt ist und der strategische Rahmen der EU nationales Handeln und EU-Programme auch außerhalb der Forschung bestimmt, gewinnen Kooperationen auf strategisch-politischer Ebene an Bedeutung. So übernimmt die BAuA z. B. verstärkt Verantwortung im Beratenden Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz der Europäischen Kommission (ACSH) und im Verwaltungsrat der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA).

Wesentliche fachübergreifende Aktivitätsfelder sind das europäische Netzwerk der nationalen Arbeitsschutzforschungsinstitute (PEROSH) und Kooperationen mit der EU-OSHA im Rahmen des Focal Point Netzwerkes. Darüber hinaus ist die Bundesanstalt seit vielen Jahren ein Collaborating Centre der WHO (WHO-CC) und in dem globalen Netzwerk "WHO Global Network of Collaborating Centres in Occupational Health" eingebunden.

Auf nationaler Ebene nutzt die BAuA ihre Kooperationen, um die wissenschaftliche Qualität ihrer Forschung und Entwicklung zu erhalten und zu steigern. Sie sind auf der Grundlage des Arbeitsprogramms der BAuA in den letzten Jahren systematisch entwickelt und aufgebaut worden. Besondere Bedeutung hat für die BAuA die fachliche Vernetzung in die regionale Wissenschaftslandschaft ihrer verschiedenen Standorte (Dortmund, Berlin, Dresden). Dazu bestehen Kooperationsvereinbarungen mit verschiedenen Hochschulen und anderen Forschungseinrichtungen, deren Ziel die Stärkung der gemeinsamen Aktivitäten in Forschung, Lehre, Praxistransfer und Nachwuchsförderung ist.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Lehrtätigkeit bilden Chemikaliensicherheit und Toxikologie, Gefahrstoffmanagement, Arbeitsmedizin, Epidemiologie, Produktsicherheit und Arbeitsschutzrecht. Qualifikationsarbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses, vorrangig Dissertationen, aber auch Bachelor-, Master- und Diplomarbeiten sowie studentische Praktika werden durch Wissenschaftler der BAuA fachlich betreut, teils unter Beteiligung der Labore der BAuA. Die BAuA ist überdies Weiterbildungsstätte für die Facharztrichtung "Arbeitsmedizin" mit einer Weiterbildungsermächtigung für den Zeitraum von 12 Monaten.

Weitere nationale Kooperationen im Rahmen der Forschung und Entwicklung bestehen zu Landes- und Bundesbehörden (insbesondere BfR, UBA, RKI, BAM), den berufsgenossenschaftlichen Instituten IFA , IAG und IPA sowie den Organisationen der Sozialpartner im Arbeitsschutz.