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Filmabend

Eine der Aufgaben der nationalen Focal Points der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (EU-OSHA) ist die Durchführung von Veranstaltungen zur Sensibilisierung für den Arbeitsschutz. In diesem Rahmen finden auch in Deutschland in jedem Jahr zu verschiedenen arbeitsschutzrelevanten Themen Filmabende mit Diskussionsrunden statt.

Ausgangspunkt für diese Veranstaltungen ist der EU-OSHA Filmpreis "Gesunde Arbeitsplätze" (Healthy Workplaces Film Award), der bis 2019 jährlich im Rahmen des internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK) in Leipzig verliehen wurde. Seit 2020 wird der Preis nun beim internationalen Dokumentarfilmfestival "doclisboa" in Lissabon vergeben. Mit dem Preis wird der beste Dokumentar- oder Animationsfilm ausgezeichnet, der den Menschen in einer sich verändernden Arbeitswelt in den Mittelpunkt stellt. Der Film sollte die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Wandels auf unsere Arbeits- und Lebensweise oder arbeitsbezogene Themen behandeln, wie physische und psychosoziale Bedingungen sowie bestehende und neue Risiken am Arbeitsplatz. Im darauffolgenden Jahr erhalten die Focal Points die Möglichkeit und die Unterstützung durch die EU-OSHA um den Film in ihren Ländern zu zeigen und zu diskutieren. Häufig werden zudem aktuelle Themen wie Arbeitnehmerrechte oder die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Wandels für unsere Arbeit angesprochen.

Neben dem Preisgeld von 5.000 EUR finanziert die EU-OSHA auch die Untertitelung des Gewinnerfilms in mehreren europäischen Sprachen zur eigenen Verwendung durch den Regisseur und zum Vertrieb im Rahmen des nationalen Netzwerks der EU-OSHA in den 29 EU-Mitgliedstaaten und in anderen europäischen Ländern.

2020 zeichnete die EU-OSHA die beiden deutschen Filme "Regeln am Band bei hoher Geschwindigkeit" und "Automotive" aus. Der Film "Regeln am Band bei hoher Geschwindigkeit" von Yulia Lokshina befasst sich mit den Arbeitsbedingungen von osteuropäischen Zeitarbeitnehmern in einem der größten Schlachthöfe Europas. Der Film "Automotive" von Jonas Heldt zeigt Lebensentwürfe von zwei Frauen, die sich in der Autoindustrie behaupten müssen und deren Arbeitsplätze früher oder später durch die Automatisierung wegfallen werden.

Gewinner der vergangenen Jahre sowie Informationen über Regelungen, Teilnahmebedingungen und Anmeldefristen sind auf der Website der EU-OSHA und der Doclisboa zu finden.

Die Filme können in Deutschland auf Wunsch und unter Berücksichtigung bestimmter Kriterien einem geschlossenen Publikum gezeigt werden.
Kontakt bei Interesse: holtmann.matthias@baua.bund.de

Filmabende der letzten Jahre

In den vergangenen Jahren fanden bereits Filmabende zu verschiedenen Themen in Deutschland statt. Wir möchten an dieser Stelle ein paar davon vorstellen.

Unter dem Motto "Automatic Fitness - immer schneller immer mehr" wurde am 27. Oktober 2016 im Kino Schauburg in Dortmund der 2015 prämierte Animationsfilm von Alejandra Tomei und Alberto Couceiro gezeigt, der den Wandel der Arbeit und unseres gesamten Lebens hin zu erhöhter Geschwindigkeit und zunehmender Automatisierung darstellt. Der Film ist eine Satire auf die glänzende neue Arbeitswelt.

Im Jahr 2017 präsentierte der FOP den 2016 prämierten Film "Zwischen den Stühlen" von Jakob Schmidt unter dem Motto "Referendare finden ihren Platz" im Sweetsixteen-Kino des Dortmunder Depots. Der Film beleuchtet die Situation und Herausforderungen angehender Lehrer in der Zeit des Referendariats. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Stadt Dortmund und dem DoKoLL Institut der Universität Dortmund statt. Der Filmabend bot neben Experten und anderen Arbeitsschutzinteressierten auch vielen betroffenen Referendaren und Referendarinnen die Gelegenheit, Unterstützungsmöglichkeiten und -bedarf zu diskutieren.

2018 wurde der im Jahr zuvor prämierte Film "Before the Bridge" von Lewis Wilcox im Depot in Dortmund gezeigt, der die Herausforderungen an das Arbeitsleben einer zunehmend automatisierten Welt thematisiert. Auch hier kamen Experten sowie Unternehmer unterschiedlicher Branchen zusammen, um die verschiedenen Facetten und mögliche Strategien zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten zu diskutieren.

Die Filmvorführung im Jahr 2019 stand ganz im Zeichen des Jubiläums des europäischen Filmpreises "Gesunde Arbeitsplätze", welcher 2019 zum zehnten Mal verliehen wurde. Aus diesem Anlass zeigte der deutsche Focal Point nicht nur den Gewinnerfilm aus 2018, sondern zelebrierte zusammen mit der EU-OSHA und dem Focal Point aus Österreich auch das Jubiläum des Filmpreises im Leipziger Kupfersaal. Nach der Vorführung des Films "Marina" der deutschen Regisseurin Julia Roesler, der auf eindrucksvolle Weise den Alltag einer 24/7 Pflegerin aus Rumänien in Deutschland beschreibt, wurde mit österreichischen und deutschen Experten, Sozialpartnern und Akteuren aus der Praxis sowie der Regisseurin diskutiert. Im zweiten Teil des Abends wurde dann das zehnjährige Jubiläum des EU-OSHA Filmpreises mit dessen Begründer Bruno Thiébaud und Gästen aus ganz Europa gefeiert.

Nicht nur in Dortmund werden die durch die EU-OSHA prämierten Filme genutzt, um Themen des Arbeitsschutzes mit interessierten Akteuren und Experten zu diskutieren. Hier weitere Beispiele aus den Bundesländern:

  • "Work Hard Play Hard - ein Thema für den Arbeitsschutz?": Präsentation des 2011 prämierten Filmes "Work Hard Play Hard" von Carmen Losman im Rahmen des Erfahrungsaustausches der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg (Okt. 2018).
  • "Before the Bridge - Das papierlose Büro, Smarthome, Alexa, 3D-Drucker und Kollege Roboter, Digitalisierung - Wie bleiben Mensch und Arbeit, Gesellschaft und Wirtschaft im Einklang?“ Präsentation des 2017 prämierten Filmes (L. Wilcox, s.o.) mit Podiumsdiskussion, Saarbrücken (Okt. 2019)

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