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Filmabend

Eine der Aufgaben der nationalen Focal Points der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit (EU-OSHA) ist die Durchführung von Veranstaltungen zur Sensibilisierung für den Arbeitsschutz. In diesem Rahmen finden auch in Deutschland in jedem Jahr zu verschiedenen arbeitsschutzrelevanten Themen Filmabende mit Diskussionsrunden statt.

Ausgangspunkt für diese Veranstaltungen ist der EU-OSHA Filmpreis "Gesunde Arbeitsplätze" (Healthy Workplaces Film Award), der jährlich im Rahmen des internationalen Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK) in Leipzig verliehen wird. Mit dem Preis wird der beste Dokumentar- oder Animationsfilm ausgezeichnet, der den Menschen in einer sich verändernden Arbeitswelt in den Mittelpunkt stellt. Der Film sollte die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Wandels auf unsere Arbeits- und Lebensweise oder arbeitsbezogene Themen behandeln, wie physische und psychosoziale Bedingungen sowie bestehende und neue Risiken am Arbeitsplatz. Im darauffolgenden Jahr erhalten die Focal Points die Möglichkeit und die Unterstützung durch die EU-OSHA um den Film in ihren Ländern zu zeigen und zu diskutieren. Häufig werden zudem aktuelle Themen wie Arbeitnehmerrechte oder die Folgen des politischen und wirtschaftlichen Wandels für unsere Arbeit angesprochen.

Neben dem Preisgeld von 5.000 EUR finanziert die EU-OSHA auch die Untertitelung des Gewinnerfilms in mehreren europäischen Sprachen zur eigenen Verwendung durch den Regisseur und zum Vertrieb im Rahmen des nationalen Netzwerks der EU-OSHA in den 29 EU-Mitgliedstaaten und in anderen europäischen Ländern.

Gewinner der vergangenen Jahre sowie Informationen über Regelungen, Teilnahmebedingungen und Anmeldefristen sind auf der Website der EU-OSHA und des Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) zu finden.

Filmabend 2019

Zehn Jahre europäischer Filmpreis "Gesunde Arbeitsplätze" sind der Anlass für den deutschen Focal Point (FOP DE) gemeinsam mit der EU-OSHA und dem Focal Point aus Österreich am 29. Oktober 2019 in den Leipziger Kupfersaal zu einem Filmabend der besonderen Art einzuladen.

Im Mittelpunkt steht der deutsche Dokumentarfilm "Marina" der werkgruppe2. Der Film, der vom Leben einer rumänischen Pflegerin in Deutschland erzählt, wurde 2018 mit dem Filmpreis "Healthy Workplaces Film Award" und der goldenen Taube anlässlich des 61. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK) im vergangenen Jahr ausgezeichnet.

Der Filmabend, der im Rahmen des DOK Leipzig stattfindet, gliedert sich in zwei Teile: Im ersten Teil wird der Gewinnerfilm 2018 "Marina" gezeigt und nach der Filmvorführung mit österreichischen und deutschen Experten, Sozialpartnern und Akteuren aus der Praxis sowie der Regisseurin Julia Roesler diskutiert. Im zweiten Teil gibt es mit Überraschungsgästen aus ganz Europa einen Rückblick auf 10 Jahre Filmpreis.

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt. Es wird eine Simultanübersetzung angeboten. Im Anschluss an die Diskussionsrunden sind die Gäste zu einem Get-together eingeladen.

Weitere Informationen finden Sie im Programm (PDF, 728 KB).

Filmabende der letzten Jahre

In den vergangenen Jahren fanden bereits Filmabende zu verschiedenen Themen in Deutschland statt. Wir möchten an dieser Stelle ein paar davon vorstellen.

Unter dem Motto "Automatic Fitness - immer schneller immer mehr" wurde am 27. Oktober 2016 im Kino Schauburg in Dortmund der 2015 prämierte Animationsfilm von Alejandra Tomei und Alberto Couceiro gezeigt, der den Wandel der Arbeit und unseres gesamten Lebens hin zu erhöhter Geschwindigkeit und zunehmender Automatisierung darstellt. Der Film ist eine Satire auf die glänzende neue Arbeitswelt.

Im Jahr 2017 präsentierte der FOP den 2016 prämierten Film "Zwischen den Stühlen" von Jakob Schmidt unter dem Motto "Referendare finden ihren Platz" im Sweetsixteen-Kino des Dortmunder Depots. Der Film beleuchtet die Situation und Herausforderungen angehender Lehrer in der Zeit des Referendariats. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit der Stadt Dortmund und dem DoKoLL Institut der Universität Dortmund statt. Der Filmabend bot neben Experten und anderen Arbeitsschutzinteressierten auch vielen betroffenen Referendaren und Referendarinnen die Gelegenheit, Unterstützungsmöglichkeiten und -bedarf zu diskutieren.

Im vergangenen Jahr wurde der 2017 prämierte Film "Before the Bridge" von Lewis Wilcox im Depot in Dortmund gezeigt, der die Herausforderungen an das Arbeitsleben einer zunehmend automatisierten Welt thematisiert. Auch hier kamen Experten sowie Unternehmer unterschiedlicher Branchen zusammen, um die verschiedenen Facetten und mögliche Strategien zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf die Gesundheit der Beschäftigten zu diskutieren.

Nicht nur in Dortmund werden die durch die EU-OSHA prämierten Filme genutzt, um Themen des Arbeitsschutzes mit interessierten Akteuren und Experten zu diskutieren. Hier weitere Beispiele aus den Bundesländern:

  • "Work Hard Play Hard - ein Thema für den Arbeitsschutz?": Präsentation des 2011 prämierten Filmes "Work Hard Play Hard" von Carmen Losman im Rahmen des Erfahrungsaustausches der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg (Okt 2018).
  • "Before the Bridge - Das papierlose Büro, Smarthome, Alexa, 3D-Drucker und Kollege Roboter, Digitalisierung - Wie bleiben Mensch und Arbeit, Gesellschaft und Wirtschaft im Einklang?“ Präsentation des 2017 prämierten Filmes (L. Wilcox, s.o.) mit Podiumsdiskussion, Saarbrücken (Okt 2019)