Navigation und Service

Ableitung von Luftgrenzwerten für chemische Stoffe am Arbeitsplatz - Vergleich von Methoden und Schutzniveaus

Projektnummer: F 2437 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Forschungs- und Beratungsinstitut Gefahrstoffe GmbH (FoBiG) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Die Ableitung und Festsetzung von Luftgrenzwerten für den Arbeitsplatz ist in verschiedenen nationalen und internationalen Verfahren ein wichtiger Bestandteil der Risikobewertung und des Risikomanagements von Chemikalien. Auf EU-Ebene ist eine Harmonisierung von Luftgrenzwerten aktuelles Thema, da sich für einzelne Stoffe aus Verfahren im Rahmen des Arbeitsschutzrechts bzw. des Chemikalienrechts unterschiedliche Grenzwerte für den Arbeitsplatz ergaben.

Übergeordnetes Ziel des Projekts war es, ein gemeinsames Verständnis für die notwendigen Festlegungen bei der Grenzwertsetzung und damit eine Grundlage zur Harmonisierung der Grenzwertableitung für den Arbeitsplatz in der EU zu schaffen. Daher sollte das Projekt zum einen die Unterschiede zwischen den aktuellen Methoden der Grenzwertableitung und die daraus resultierenden unterschiedlichen Schutzniveaus transparent machen. Zum anderen sollte die Datenbasis für Extrapolationsfaktoren - d.h. Faktoren, die bei der Ableitung genutzt werden, um Datenlücken zu überbrücken - aktualisiert und aufbereitet werden.

Dazu wurden

  • bestehende methodische Systeme analysiert und verglichen,
  • neue methodische Ansätze wie das Benchmark-Verfahren und probabilistische Verfahren dargestellt,
  • umfangreiche neue Datenauswertungen (REACH, NTP, Literatur) durchgeführt und daraus Vorschläge für geeignete Verteilungen für Extrapolationsfaktoren (Zeit-, Interspezies-, Intraspeziesextrapolation) gemacht und
  • mithilfe dieser Verteilungen und ihrer Verknüpfungen der durch die unterschiedlichen Ableitungsmethoden erreichte Schutz transparent gemacht.

Die Analyse hat bestätigt, dass es bei der Ableitung von Arbeitsplatzgrenzwerten oder analogen Werten in Deutschland und auf EU-Ebene methodische Unterschiede gibt, welche potenziell zu erheblichen quantitativen Unterschieden zwischen den abgeleiteten Expositionsgrenzwerten sowie den dadurch erreichten Schutzniveaus führen können. Gleichzeitig liegt nun eine aktualisierte, verbesserte empirische Datenbasis zur Festlegung datenbasierter Werte für Extrapolationsfaktoren vor. Die Projektergebnisse bieten die Basis zur Weiterentwicklung und Harmonisierung von Grenzwertableitungen in der EU.

Nachfolgend wird der Endbericht zu dem Projekt zur Verfügung gestellt. Des Weiteren werden die Dateien, die zur Bearbeitung der NTP- und REACH-Daten zur Ableitung von Verteilungen verwendet werden, als Download zugänglich gemacht.

Am 5. April 2022 hat ein internationaler Workshop in der BAuA stattgefunden, bei dem die Ergebnisse des Projektes vorgestellt und diskutiert wurden. Eine schriftliche Zusammenfassung dieses Workshops ist in der Reihe baua: Fokus publiziert. Die Vorträge des Workshops sind ebenfalls verfügbar. Weiterhin werden zwei wissenschaftliche Publikationen zur Verfügung gestellt, welche die wichtigsten Ergebnisse des Projektes zusammenfassen (Schneider et al., 2022; Dilger et al., 2022).

Publikationen

Downloads

Download: Zusätzliche Dateien (ZIP, 677 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Projekt F 2437 "Ableitung von Luftgrenzwerten für chemische Stoffe am Arbeitsplatz - Vergleich von Methoden und Schutzniveaus"

(ZIP, 677 KB, Datei ist nicht barrierefrei)

zum Download : Zusätzliche Dateien, ZIP, 677 KB, Datei ist nicht barrierefrei

Kontakt

Fachgruppe 4.3 "Toxikologie"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie über den folgenden Link: Datenschutz

OK