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Präventive Prinzipien und Methoden der alterns- und marktgerechten Arbeitssystemgestaltung in der Intralogistik (PREVILOG)

Projektnummer: F 2420 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Status: Abgeschlossenes Projekt

Projektbeschreibung:

Das Ziel des Verbundprojekts PREVILOG war die Entwicklung und Erprobung von Vorgehensweisen, Modellen und Methoden zur Analyse, Gestaltung und Bewertung von gleichzeitig gesundheitsfördernden und wettbewerbsfähigen Intralogistiksystemen.

Das Teilprojekt der BAuA innerhalb von PREVILOG fokussierte dabei auf die psychischen Aspekte gesunder Arbeit und hatte zum Ziel, Chancen und Risikofaktoren zu identifizieren und anhand dieser Faktoren konkrete Gestaltungshinweise abzuleiten, auch vor dem Hintergrund der Einführung neuer technologischer Assistenzsysteme.

Dazu wurden für Intralogistikarbeitsplätze typische Risiken für negative Beanspruchungsfolgen der Beschäftigten identifiziert, die von besonderer Relevanz für die gute Gestaltung von Arbeit sind. Um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten, wurden qualitative Befragungsdaten über ganz Deutschland mit einer tiefergehenden Befragung der Beschäftigten einzelner Betriebe und persönlichen, qualitativen Interviews kombiniert. Eine weitere Forschungsaktivität bestand in der Untersuchung der Arbeitsfähigkeit von Beschäftigten in der Lagerwirtschaft und den Post- und Zustelldiensten in Abhängigkeit von organisationalen Merkmalen und verwendeten Informationstechnologien. Auf Basis dieser kombinierten Daten wurden Zusammenhänge mit Gesundheitsfacetten untersucht und schließlich daraus Empfehlungen für eine belastungsoptimierte Arbeitsplatzgestaltung abgeleitet.

Die Analyse der Daten zeigte, dass eine Reihe von Tätigkeitsaspekten, aber auch soziale Rahmenbedingungen in einem engen Zusammenhang mit der psychischen Gesundheit von Beschäftigten stehen. Auf Seite der Tätigkeiten sind dabei besonders solche Faktoren auffällig, die mit einer hohen Monotonie der Tätigkeit einhergehen. Auf Seiten der sozialen Rahmenbedingungen sind ein unterstützendes Klima unter Kollegen und wahrgenommene Wertschätzung durch die Führungskraft und den Betrieb entscheidende Facetten, die bislang eher wenig ausgeprägt sind, aber mit gesteigerter Zufriedenheit und besserer Gesundheit der Beschäftigten einhergehen.

Das Projekt PREVILOG leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Identifikation von Chancen und Risiken bei der Gestaltung von Intralogistikarbeitsplätzen. Als konkrete Gestaltungsmaßnahmen sollten sowohl die tätigkeitsbezogenen Aspekte sowie soziale Rahmenbedingungen in der Gestaltung von Intralogistikarbeitsplätzen gleichermaßen beachtet werden, zum einen um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern, vor allem aber um die Gesundheit der Beschäftigten zu erhalten und zu fördern. Technische Innovationen in diesem Bereich sind daher auf konkreter Ebene insbesondere daraufhin zu prüfen, inwieweit sie diese relevanten Faktoren beeinflussen, um möglichen Risiken für die menschengerechte Arbeitsgestaltung entgegen zu wirken. Diese Handlungsempfehlungen wurden im Abschlussbericht detailliert festgehalten und in verschiedenen wissenschaftlichen und praxisnahen Publikationen und Vorträgen der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Kontakt

Fachgruppe 2.3 "Human Factors, Ergonomie"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070

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