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Informationsflut am Arbeitsplatz - Umgang mit hohen Informationsmengen vermittelt durch elektronische Medien (E-Mail, Internet)

Projektnummer: F 2373 Projektdurchführung: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) / Technische Universität Dresden Status: Laufendes Projekt Geplantes Ende: 25. September 2019

Projektbeschreibung:

Mit der Verbreitung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien (I&K-Technologien) und der digitalen Vernetzung verändert sich die Arbeit der Beschäftigten. Eine wichtige neue Anforderung liegt darin, mit immer mehr Informationen umgehen zu müssen (Moser 2002; Pfeiffer, 2012). Informationen können dank der I&K-Technologien mit geringem Aufwand und in kürzester Zeit an beliebig viele Adressaten gleichzeitig vermittelt werden, bequem und beständig kann auf eine nahezu unbegrenzte Informationsmenge zugegriffen werden. Die berufliche Kommunikation beschleunigt sich; sie kann ortsunabhängig und zeitlich entkoppelt (zu unterschiedlichen Zeiten für "Sender" und "Empfänger") stattfinden.

Den Chancen vereinfachter und beschleunigter Information und Kommunikation stehen die Gefahren der sogenannten Informationsflut entgegen. In der Literatur wird in dem Zusammenhang auch von "Information overload" oder "Informationsüberlastung" gesprochen (z. B. bereits Evans und Cohen, 1987; Soucek, 2009).

Im Projekt "Informationsflut am Arbeitsplatz" wird in Betrieben des Dienstleistungsbereiches unter-sucht, wie sich Arbeitsaufgaben und Arbeitsabläufe der Beschäftigten mit digital vermittelter Information und Kommunikation verändern bzw. verändert haben.

Ziel des Vorhabens ist es, Ansatzpunkte und Konzepte für einen nicht überfordernden Umgang mit großen Informationsmengen vermittelt über die I&K-Technologien herauszuarbeiten. Dazu ist es notwendig zu erforschen, welche konkrete Belastung Beschäftigte mit dem Begriff "Informationsflut" in Verbindung bringen, wie sich eine wachsende Informationsmenge und beschleunigte Kommunikation auf Arbeit und Erleben auswirken und mit welchen Gestaltungsansätzen einer überfordernden Informationsflut bereits in den Unternehmen begegnet wird.

Kontakt

Fachgruppe 3.5 "Psychische Belastungen"

Service-Telefon: 0231 9071-2071 Fax: 0231 9071-2070