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Untersuchungen zur Ergonomie von Medizinprodukten - Fallbeispiel Spritzenpumpen

Spritzenpumpen sind medizinische Geräte mit der Funktion, dem menschlichen Körper über einen intravenösen Zugang kontinuierlich Medikamente in einer vorbestimmten Dosisrate zu verabreichen. Auf diese Weise können z. B. hochwirksame Medikamente wie Schmerzmittel, Narkotika oder Herz-Kreislauf-Präparate sicher und leicht verabreicht werden. Nicht selten kommt es jedoch aufgrund von Fehlbedienungen der Geräte zu Zwischenfällen. Diese sogenannten "Vorkommnisse" bzw. "Beinahe-Vorkommnisse" können einen tödlichen Ausgang nehmen. In dieser Arbeit werden daher Aspekte der unzureichenden ergonomischen Gestaltung und Mängel in Bezug auf eine gebrauchstaugliche Konstruktion dieser Geräte untersucht.

Als Teil des Forschungsprojektes F 1902 "Sammlung von Prinziplösungen zur ergonomischen Produktgestaltung am Beispiel der Gebrauchstauglichkeit von Medizingeräten" der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) werden unterschiedliche Spritzenpumpen verschiedener Hersteller auf ihre ergonomische Qualität getestet. Im Rahmen einer ergonomischen Evaluation wird mittels unterschiedlicher Methoden die Gebrauchstauglichkeit der Geräte untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchung stellen detaillierte Erkenntnisse über die Benutzbarkeit und Fehleranalyse von Spritzenpumpen dar.

Zur Minimierung der Anzahl an Vorkommnissen bzw. Beinahe-Vorkommnissen werden Vorschläge erarbeitet und diskutiert, die die Anwendersicherheit steigern und damit als vorrangiges Ziel die Patientensicherheit fördern.

Bibliografische Angaben

D. Wiesollek, H. W. Müller-Arnecke, U. Hold:
Untersuchungen zur Ergonomie von Medizinprodukten - Fallbeispiel Spritzenpumpen. 
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2008. Seiten 77, Projektnummer: F 1902, Papier, PDF-Datei

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