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Heidelberger Mangan-Studie Follow-up

Längsschnittstudie zur Frage Mangan-assoziierter Gesundheitsstörungen bei Beschäftigten aus der Trockenbatterieherstellung

Im Rahmen der Längsschnittstudie soll untersucht werden, ob die Ergebnisse der Erstuntersuchung (1995 und 1996) zu bestätigen sind. Von besonderem Interesse ist die Prognose der Mangan-Einlagerungen im Gehirn, die indirekt mittels Kernspintomographie nachgewiesen werden können.

Die aktuelle Untersuchung der 33 Männer zeigt eine geringere Manganbelastung im Vergleich zur Erstuntersuchung. Diese ist Folge arbeitstechnischer Verbesserung. Die körperlich-neurologische Untersuchung sowie die Anwendung neuropsychologischer und psychomotorischer Methoden ergeben bei keinem Probanden Befunde eines Parkinson-Syndroms. Dosis-Wirkungs-Beziehungen lassen sich zwischen der aktuellen bzw. chronischen Manganexposition und den psychomotorischen Variablen nicht bestätigen. Der Pallidum-Index bzw. die T1-gewichteten Signalintensitäten im Globus pallidus zeigen im Vergleich zur Erstuntersuchung keine wesentliche Änderung. Der Pallidum-Index korreliert statistisch signifikant mit der chronischen Manganbelastung, jedoch nicht mit den Blut-Manganspiegeln. Zwischen Pallidum-Index einerseits und den psychomotorischen Variablen andererseits resultieren keine statistisch signifikanten Assoziationen.

Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass der derzeit gültige Biologische Grenzwert (BAT-Wert) von 20 µg Mangan pro Liter Blut ausreichend vor neurotoxischen Effekten schützt.

Bibliografische Angaben

K. Lischka, A. Ihrig, W. Wrazidlo, G. Triebig:
Heidelberger Mangan-Studie Follow-up. Längsschnittstudie zur Frage Mangan-assoziierter Gesundheitsstörungen bei Beschäftigten aus der Trockenbatterieherstellung
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2007. 
ISBN: 978-3-88261-061-1, Seiten 118, Projektnummer: F 1858, Papier, PDF-Datei

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