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Die betriebliche Umsetzung des Risikokonzepts für krebserzeugende Gefahrstoffe

Belastung durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe beim Recycling von Bahnschwellen und der Aufarbeitung kontaminierter Böden

Ziel: Um die Umsetzung des risikobezogenen Maßnahmenkonzeptes (TRGS 910) beim Recycling von Bahnschwellen und bei der Aufarbeitung kontaminierter Böden für Tätigkeiten mit polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) zu überprüfen, wurden Arbeitsplatzmessungen und Biomonitoring-Untersuchungen durchgeführt.

Kollektiv und Methode: In zwei Bahnschwellenbetrieben und einem Betrieb der thermischen Bodensanierung erfolgten Arbeitsplatzmessungen zur Ermittlung der inhalativen Exposition gegenüber Benzo[a]pyren (BaP) als Leitkomponente für die PAK-Belastung. Gleichzeitig wurde im Rahmen eines Biomonitorings die innere Belastung anhand des Markers 1-Hydroxypyren (1-OHP) bei den insgesamt 63 Beschäftigten vor und nach der gestuften Durchführung von Arbeitsschutzmaßnahmen bestimmt.

Ergebnisse: Bei den Arbeitsplatzmessungen zeigten sich Überschreitungen bis zum Dreifachen der Toleranzkonzentration der TRGS 910 von BaP bei kritischen Tätigkeiten wie z. B. beim Reparieren, Instandhalten oder Beschicken der Anlage in der Bodensanierung. Im Bahnschwellenrecycling fanden sich die höchsten Werte beim Schreddern. Beim Biomonitoring anhand des Markers 1-OHP ergab sich keine Korrelation zu den Arbeitsplatzmessungen. Mit 1-OHP-Werten bis zu 350 µg/g Kreatinin konnten im Einzelfall sehr hohe berufliche PAK-Belastungen nachgewiesen werden. Zum Ende der Studie fanden sich überwiegend Werte im Bereich des Biologischen Arbeitsstoff-Referenzwertes (BAR).

Schlussfolgerungen: Im Studienverlauf zeigten sich nach mehreren Interventionen in den Betrieben deutliche Verminderungen der beruflichen Belastung durch PAK. Eine erfolgreiche Umsetzung des gestuften Maßnahmenkonzeptes der TRGS 910 erscheint somit möglich. 1-OHP stellt im Zusammenspiel mit Arbeitsplatzmessungen einen geeigneten Biomonitoring-Parameter dar, um den Erfolg getroffener Maßnahmen dauerhaft sicherzustellen.

Dieser Artikel ist erschienen in: "ASU - Zeitschrift für medizinische Prävention", Volume 52, Nr. 9.

Bibliografische Angaben

M. Hagmann, R. Hebisch, A. Baumgärtel, S. Beelte, J. Karmann, M. Krug, U. Prott, J. Sondermann, S. Weßeler, L. Wilms, T. Wolf, T. Weiß:
Die betriebliche Umsetzung des Risikokonzepts für krebserzeugende Gefahrstoffe. Belastung durch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe beim Recycling von Bahnschwellen und der Aufarbeitung kontaminierter Böden
in: Arbeitsmedizin, Sozialmedizin, Umweltmedizin : ASU, Zeitschrift für medizinische Prävention, Volume 52, Nr. 9 2017. Seiten 12, Projektnummer: F 2346, PDF-Datei, DOI: 10.17147/ASU2017-09-01-02

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Forschungs­projekte

ProjektnummerF 2346 StatusAbgeschlossenes Projekt Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - Betriebliche Umsetzung des Risikoakzeptanz-Konzeptes (ParKoURs)

Zur Projektbeschreibung : Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) - Betriebliche Umsetzung des Risikoakzeptanz-Konzeptes (ParKoURs) …

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