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Alternatives Betreuungs­modell motiviert zu mehr Arbeits­schutz

BAuA veröffentlichte Ergebnisse der GDA-Betriebsbefragung

In Deutschland nimmt rund jeder siebte Kleinst- oder Kleinbetrieb das alternative Betreuungs­modell bei der Umsetzung von Arbeitsschutz­anforderungen in Anspruch. Vor allem in den Branchen­gruppen "Bau, Energie, Abfall", "Produktionsgüter" und "Investitions- und Gebrauchsgüter" werden mehr als ein Viertel der Betriebe heute alternativ betreut. Dies geht aus einer Auswertung der Ergebnisse der GDA-Betriebsbefragung aus dem Jahr 2015 hervor, die nun von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht wurde.

Datum 27. Februar 2019

Das alternative Betreuungsmodell nach DGUV Vorschrift 2 will den spezifischen Umsetzungsbedingungen im Arbeitsschutz von Betrieben mit bis zu 50 Beschäftigten Rechnung tragen. Dabei müssen die Unternehmensleitungen an Motivations- und Informationsmaßnahmen teilnehmen, die sie für Fragen des Arbeitsschutzes sensibilisieren. Zudem werden sie befähigt, externen betriebsärztlichen und sicherheitstechnischen Betreuungsbedarf zu erkennen und einzuholen. Insgesamt deuten die Ergebnisse der Auswertung durch die BAuA darauf hin, dass mit dem alternativen Betreuungsmodell Unternehmensleitungen wie angestrebt zum Arbeitsschutz motiviert und befähigt werden.

So schätzt ein größerer Anteil (insgesamt 80 Prozent) der alternativ betreuten Betriebe den Kenntnisstand zum Vorschriften- und Regelwerk im Arbeitsschutz als sehr hoch und eher hoch ein als in der Gruppe der nicht alternativ betreuten Betriebe. Ebenso findet sich unter den alternativ betreuten Betrieben ein deutlich größerer Anteil an Betrieben, die der Meinung sind, dass Arbeitsschutz hilft, Kosten zu senken. Außerdem werden in Betrieben mit alternativem Betreuungsmodell zu 95 Prozent Unterweisungen zum Arbeitsschutz durchgeführt - der Durchschnittswert aller Betriebe liegt hier bei 80 Prozent. In die GDA-Betriebsbefragung 2015 gingen Antworten aus rund 6.500 Betrieben unterschiedlicher Größe, Branche und regionaler Verteilung ein.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse der Auswertung, dass zur Motivation und zur Umsetzung von Arbeitsschutz in Kleinst- und Kleinbetrieben verschiedene Faktoren miteinander kombiniert werden sollten. Hierzu zählen Information und Qualifizierung, Interaktion mit Multiplikatoren und praktische Unterstützung vor Ort sowie Aufsichtsbesuche.

Den baua: Fokus "Arbeitsschutzpraxis von Kleinst- und Kleinbetrieben mit und ohne alternative Betreuung: Ergebnisse der GDA-Betriebsbefragung 2015" gibt es als PDF-Datei kostenlos im Internetangebot der BAuA unter www.baua.de/dok/8813924.