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Neues aus dem europäischen Arbeitsschutz

Deutscher Focal Point der europäischen Arbeitsschutzagentur traf sich in Dortmund

Der deutsche Focal Point der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) tauschte sich am 2. Oktober in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu Planungen und Aktivitäten auf deutscher und europäischer Ebene aus.

Datum 17. Oktober 2018

Europäische Arbeitsagentur und Digitalisierung

In den Berichten aus Europa wurde unter anderem auf die Errichtung einer Europäischen Arbeitsagentur (European Labour Agency/ELA) hingewiesen. Zwar haben Rat und Parlament dem Vorschlag der Europäischen Kommission noch nicht abschließend zugestimmt, jedoch soll der Betrieb nach aktuellen Plänen bereits im kommenden Jahr aufgenommen werden. Der Aufbau soll bis 2023 abgeschlossen sein. Dann wird sich die neue Agentur, die eine enge Verbindung zu vielen Themen der EU-OSHA haben wird, im Arbeitsmodus befinden. Die ELA soll zukünftig die Mitgliedsstaaten zum Thema „grenzübergreifende Arbeit“ beraten und unterstützen.

"Digitalisierung und Arbeitsschutz" wird eines der zentralen Themen des Arbeitsprogramms 2019 bis 2021 der Europäischen Arbeitsschutzagentur sein und mit einer Reihe von Projekten einen umfassenden Überblick zum Stande der Forschung, zu Politiken und Herausforderungen in diesem Bereich liefern. Dazu gehören auch vier prospektive Studien zu den Themen "Big Data für mehr Aufsichtseffektivität", "Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz", "Soziale Innovation im Kontext der Digitalisierung" und "Exoskelette", die ab 2019 durchgeführt werden.

Die europäischen Kampagnen unter dem Motto "Gesunde Arbeitsplätze" sollen über drei Jahre laufen. Die nächste Kampagne, die Muskel-Skelett-Erkrankungen im Fokus hat, wird deshalb von 2020 bis 2022 laufen.

Kampagne in Deutschland gut angelaufen

Die derzeitige Kampagne "Gesunde Arbeitsplätze - gefährliche Substanzen erkennen und handhaben" ist nach der Auftaktveranstaltung Ende April in Dortmund gut angelaufen. Auch der Gefahrstofftag in Dresden und der im Januar 2019 stattfindende BAuA-Workshop zur Substitution von Chrom(VI)-Verbindungen tragen zur Kampagne bei. Weitere Veranstaltungen sind in Planung. Noch bis zum 15. Dezember 2018 können sich Unternehmen am Wettbewerb der aktuellen Kampagne beteiligen, die innovativ und nachweislich wirksam ihre Beschäftigten vor Gefahrstoffen schützen. Informationen und Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.baua.de/EU-OSHA-Wettbewerb.

Mit Mitteln der EU-OSHA konnten drei Diskussionsabende mit Filmen, die den "Healthy Workplaces Film Award" der Agentur erhielten, organisiert werden. In Potsdam hieß es am 10. Oktober "Zwischen den Stühlen", in Hamburg wird am 17. Oktober "Work hard, play hard" - ein Thema für den Arbeitsschutz gefragt. Am 5. November läuft in Dortmund der Film "Before the Bridge" mit anschließender Diskussion zur Digitalisierung in der Arbeitswelt. Mehr Informationen unter www.baua.de/filmabend2018.

Im Anschluss tauschten sich die Mitglieder des Focal Points über Entwicklungen in ihren Organisationen aus. Ein rundum gutes Feedback gaben sie der Geschäftsführung des Focal Points für die interne Arbeitsweise. Ein Vortrag zur Kulturellen Vielfalt im Arbeitsschutz von Jana-Madeline Staupe, Landesinstitut für Arbeitsgestaltung NRW, schloss das Netzwerktreffen ab.

Focal Point Deutschland

Der deutsche Focal Point, dessen Geschäftsführung bei der BAuA liegt, repräsentiert das EU-OSHA-Netzwerk auf nationaler Ebene und agiert als Schnittstelle zwischen der EU-OSHA und dem nationalen Arbeitsschutz. Die FOPs werden von den Regierungen als offizielle Vertreter der EU-OSHA in den einzelnen Ländern benannt; in der Regel sind es die zuständigen nationalen Behörden für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, die hauptsächlich zur Umsetzung der EU-OSHA-Arbeitsprogramme beitragen.

Jeder Focal Point verwaltet sein eigenes dreigliedriges nationales Netzwerk aus Arbeitsschutzakteuren sowie Vertretern der Sozialpartner und fungiert als Schnittstelle zur EU-OSHA. Darüber hinaus beteiligen sich die Focal Points aktiv bei der Planung und Umsetzung der EU-OSHA-Kampagnen und benennen nationale Sachverständige für die Gruppen und Seminare der Agentur.