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Führung in Zeiten des Wandels

Internationaler Austausch von Arbeits- und Organisationspsychologen in der DASA

Klein, aber fein. Beim EAWOP Small Group Meeting befassten sich 20 Fachwissenschaftler aus acht europäischen Ländern mit organisationalen Rahmenbedingungen und deren Bedeutung für die vom Wandel Betroffenen.

Datum 26. September 2018

Den Wandel bewältigen

Der Europäische Verband der Arbeits- und Organisationspsychologen (European Association of Work and Organisational Psychology / EAWOP) förderte das sogenannte Small Group Meeting, das den organisationalen Wandel im Blick hatte. Die dreitägige, überwiegend von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) finanzierte Veranstaltung fand Mitte September in der DASA Arbeitswelt Ausstellung in Dortmund statt. Dr. Birgit Thomson, BAuA, hatte gemeinsam mit Prof. Dr. Kathleen Otto, Universität Marburg, und Prof. Dr. Lotta Dellve, Universität Göteborg, das Meeting organisiert. Dabei tauschten sich 20 europäische Fachwissenschaftler zum Management des Wandels aus. Die Experten aus acht europäischen Ländern betrachteten das Thema mit Blick auf das Individuum. Dabei standen Auswirkungen auf die Einstellungen der Betroffenen, auf deren Verhalten sowie auf das Wohlbefinden und die Gesundheit im Vordergrund.

Führung hat eine Schlüsselrolle

In seinem Keynote-Vortrag ging Prof. Thomas Cox CBE, London, auf die Bedeutung der Führung ein, um insbesondere die psychosozialen Risiken für die Beschäftigten in Change-Prozessen zu verringern. Cox hat im Vereinigten Königreich zur Einführung von Management Standards maßgeblich beigetragen. Er machte deutlich, dass es einer nachhaltigen Strategie bedarf, um negative Folgen von Restrukturierungen auf die Gesundheit der Beschäftigten zu vermeiden. Dabei komme der Führung eine wesentliche Rolle zu.

Drei weitere thematische Blöcke des Meetings befassten sich mit den Auswirkungen des Wandels. Dabei ging es darum, die spezifischen Formen von Veränderungen oder Restrukturierung zu verstehen und welche organisationalen Rahmenbedingungen für die Auswirkungen von Change auf die Beschäftigten zu berücksichtigen sind. Der dritte Block befasste sich mit der Rolle von Führungskräften in Veränderungsprozessen.

Internationale Zusammenarbeit ausbauen

Bereits beim Meeting bildeten sich einige Arbeitsgruppen heraus, die sich mit spezifischen Themen wie beispielsweise Führung oder Interventionen vertiefend befassen wollen. Geplant ist, die Ergebnisse als Schwerpunkte in internationalen Zeitschriften zu veröffentlichen. Auch der Austausch von Nachwuchswissenschaftlern in den verschiedenen europäischen Instituten soll gestärkt werden. Ebenso soll der Datenaustausch gefördert werden, um einen internationalen Vergleich zu ermöglichen.

Prof. Dr. Thomas Cox zog eine insgesamt sehr zufriedene Bilanz. Er sei der Meinung, dass das Meeting aus drei Gesichtspunkten sehr erfolgreich gewesen sei. Erstens hätte es eine multidisziplinäre Gruppe europäischer Experten zum Change-Management zusammengebracht, die ihr Wissen und ihre Ideen geteilt hätten. Zweitens hätte dieser Austausch das Verständnis des organisationalen Wandels und seiner Auswirkungen und deren Bewältigung nicht nur auf wissenschaftlicher Ebene, sondern auch bezüglich der Politik und Praxis vorangetrieben. Drittens habe das Meeting erfahrene Experten und Wissenschaftler, die sich in frühen Stadien ihrer Karriere befinden, zusammengebracht. Dadurch habe es definitiv zur Struktur- und Kompetenzentwicklung in diesem Gebiet beigetragen, so Cox.

Ein weiteres Small Group Meeting der EAWOP zum Thema ist geplant.