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Erst die Arbeit, nie das Vergnügen?

Filmabend von BAuA und EU-OSHA

Am 27. Oktober lud die EU-OSHA gemeinsam mit der BAuA zu einem Filmabend ein. Gezeigt wurde im Dortmunder Kino Schauburg der preisgekürte Animationsfilm "Automatic Fitness". Beim Publikum hinterließ die Dystopie einer menschenverschlingenden Maschine einen nachhaltigen Eindruck.

Datum 10. November 2016

Alles im Takt

Alles läuft im Takt: Schlafen, Essen, Arbeit, Familie. Der in Stop-Motion-Technik produzierte Animationsfilm "Automatic Fitness" setzt sich mit der Beschleunigung der Zeit auseinander, eine der philosophischen Gegenwartsfragen. In dem 20 minütigen Film reflektiert das Regisseurduo Alberto Couceiro und Alejandra Tomei unsere alltägliche Beziehung zu Zeit und Geld. Dabei entwickelt der Kurzfilm eine negative Utopie über die Entgrenzung des Menschen durch den immer schneller werdenden Takt der Maschine. Letztlich führt der Drang zu "immer schneller, immer mehr" zum Verlust der Sinnhaftigkeit des Seins.

Film liefert Diskussionsstoff

Mit "Automatic Fitness" gewannen Couceiro und Tomei den Preis "Gesunde Arbeitsplätze" auf dem Filmfestival Leipziger DOK 2015. Mit dem Film boten die EU-OSHA, kurz für Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz, und die BAuA dem Publikum in der Dortmunder Schauburg eine neue Perspektive auf das Verhältnis von Mensch und Arbeit. Die künstlerische Umsetzung des Themas stieß einen regen und ertragreichen Austausch an. In der anschließenden Podiumsdiskussion waren sich die Teilnehmenden aus Politik, Wissenschaft und seitens der Sozialpartner einig, dass der Film keine Blaupause für eine künftige Arbeitswelt sein dürfe. Andererseits ließen sich durchaus Parallelen zu realen Entwicklungen ziehen. Ergebnisse aus dem Arbeitszeitreport der BAuA lieferten der Diskussion verlässliche Daten und Fakten.

Get-Together und Ausklang

Beim abschließenden Get-Together führten die Besucherinnen und Besucher in kleineren Gruppen die Diskussion fort. Wer wollte, hatte die Möglichkeit den ebenfalls ausgezeichneten Kurzfilm "Tagelöhner Syndrom" von Rita Bakacs anzusehen. Er setzt sich mit der Situation in der Tagesjobvermittlung der Arbeitsagentur auseinander.