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Kreativität und Gesundheit im Arbeitsprozess

Der vorliegende Abschlussbericht beschreibt theoretische Hintergründe, empirische Studien und Ergebnisse des Projekts "Kreativität und Gesundheit im Arbeitsprozess - Bedingungen für eine kreativitätsförderliche Arbeitsgestaltung im Wirtschaftsleben", das im Auftrag der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) durchgeführt wurde. Hauptziele waren die Bilanzierung des Forschungsstandes, die Identifizierung fördernder und hemmender Faktoren für Kreativität und Gesundheit im Arbeitskontext sowie die Ableitung praxisorientierter Schlussfolgerungen für die Arbeitsgestaltung.

Ausgehend von Definitionen und wichtigen Theorien zur Kreativität und Gesundheit in der Arbeit wurde eine breit angelegte Recherche von internationalen empirischen Studien durchgeführt und in einem Kompendium dokumentiert. Ausgewählt wurden 40 Studien, die systematisch verglichen wurden und die folgende Aussagen erlauben: Es existieren kaum Studien, welche die Zielgrößen Kreativität und Gesundheit zugleich berücksichtigen. Ein Großteil der Forschung wird in den USA durchgeführt, während in Deutschland deutlicher Nachholbedarf besteht. Es handelt sich fast ausschließlich um Querschnittstudien, die keine Aussagen über kausale Zusammenhänge erlauben. Kreativität wird meist als Selbstbericht untersucht, verbunden mit Problemen der Methodenvarianz. Die meisten Studien fokussieren auf die individuelle Ebene und vernachlässigen die Team- und Organisationsebenen.

Im Projekt wurden explorative, empirische Fallstudien (Interviews und Fragebögen) bei 11 Unternehmen in unterschiedlichen Branchen durchgeführt und dokumentiert. Um Betrieben eine Orientierung zum Umgang mit Kreativität und Gesundheit zu geben, war auch die Dokumentation von Erfolgsmodellen im Sinne von Good Practice Beispielen ein Ziel des Projekts. Hierzu wurden Maßnahmen in einem mittelständigen Unternehmen sowie eines deutschen und amerikanischen Großkonzerns beschrieben. Zudem wurden Ergebnisse einer Expertentagung dokumentiert, die Hinweise auf offene Forschungsfragen geben.

Die Forschungsergebnisse verweisen vor allem auf folgende Bereiche, durch deren Gestaltung sowohl Kreativität wie auch Gesundheit im Betrieb gefördert werden können: Schaffung von Autonomie durch Einräumung von Spielräumen und raum-zeitliche Flexibilisierung, Gestaltung anforderungshaltiger, abwechslungsreicher Aufgaben etwa auch durch Auseinandersetzung mit anderen Tätigkeitsbereichen, Möglichkeiten, neue Ideen fehlertolerant zu erproben und kreative Selbstwirksamkeit zu erfahren, Stärkung eines positiven Teamklimas, der Kommunikation und Kooperation im Team.

Das im Anhang des Berichts veröffentlichte Literaturkompendium kann hier auch als separate Datei heruntergeladen werden:
Literaturkompendium (PDF-Datei, 950 KB)

 
B. Herbig, J. Glaser, J. Gunkel:
Kreativität und Gesundheit im Arbeitsprozess. Bedingungen für eine kreativitätsförderliche Arbeitsgestaltung im Wirtschaftsleben
1. Auflage. Dortmund: Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin 2008. 
ISBN: 978-3-88261-074-1, 285 Seiten, Projektnummer: F 1961, Papier, PDF-Datei
Link zur Zusammenfassung (PDF-Datei, 59 KB)
Link zum Volltext (PDF-Datei, 2 MB)

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
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44061 Dortmund

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Signaturen der BAuA-Bibliothek:
B424/GC/101, DM19/GC/101, D122/GC/101