Risikobewertung
Toleranz- und Akzeptanzschwelle
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat den Forschungsbericht F 2010 "Toleranz- und Akzeptanzschwelle für Gesundheitsrisiken am Arbeitsplatz" (F. Kalberlah, M. Bloser, C. Wachholz) veröffentlicht.
Dieser Bericht behandelt einerseits wissenschaftliche Fragen zu Gesundheitsrisiken bei geringen Belastungen durch krebserzeugende Stoffe; andererseits thematisiert der Bericht auch die gesundheitspolitische Fragestellung, in welchem Umfang sehr kleine Krebsrisiken am Arbeitsplatz toleriert oder akzeptiert werden können. Mit der Novellierung der Gefahrstoffverordnung wird die Festlegung von Arbeitsplatzgrenzwerten auch für krebserzeugende Stoffe ermöglicht. Die Ergebnisse des Forschungsberichtes stehen in einem engen Zusammenhang mit dieser spezifischen Thematik.
Ausgangspunkt dieses Forschungsberichtes sind grundsätzliche Überlegungen der BAuA zum sogenannten "Ampelmodell" für krebserzeugende Stoffe (Ein risikobasiertes Bewertungskonzept für den Umgang mit krebserzeugenden Stoffen, BAuA 2003).
Der Artikel "Wann wird ein Krebsrisiko als Gefahr bewertet (BAuA 2005)" ist eine allgemeinverständliche Einführung in das Thema. Der Artikel ist in dem von der Gesellschaft für Umweltrecht herausgegebenen Werk "Risikoregulierung und Risikokommunikation - Umweltprüfung für Pläne und Programme" enthalten und wird hier mit freundlicher Genehmigung des Erich Schmidt Verlags zur Verfügung gestellt (weitere Informationen zu diesem Tagungsband siehe unten.
Der Bericht liegt in geringer Auflage auch als Druckfassung vor.
