EU-Projekt "Psychosocial Risk Management – European Framework" (PRIMA-EF)
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) war an dem EU-Projekt "Development of a European Psychosocial Risk Management Framework" (PRIMA-EF) beteiligt, das vom Institute of Work, Health & Organisation (I-WHO, Universität Nottingham, Großbritannien) geleitet wurde.
Das Gemeinschaftsprojekt PRIMA-EF wurde durch das 6. Forschungsrahmenprogramm der Europäischen Union gefördert und konzentrierte sich auf die Entwicklung eines Europäischen Handlungsrahmens für psychosoziales Risikomanagement mit den Schwerpunkten Stress und Belästigung/Gewalt am Arbeitsplatz. Weitere Projektpartner waren neben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) Institute aus den Niederlanden, Finnland, Italien und Polen.
Die BAuA hat in diesem Projekt in Kooperation mit dem Nationalen Institut für Arbeitssicherheit und Prävention in Italien (ISPESL) das Themenfeld "Sozialer Dialog und politischer Kontext im Bereich des psychosozialen Risikomanagements" bearbeitet. Vom italienischen Partnerinstitut wurde eine Stakeholder-Befragung zur Wahrnehmung von arbeitsbedingtem Stress in der erweiterten EU durchgeführt. Von der BAuA wurde unter anderem ein Literatur-Review über den aktuellen Stand von Initiativen, Regelwerk und Sozialem Dialog im Bereich des psychosozialen Risikomanagements durchgeführt und ein Stakeholder-Workshop organisiert, bei dem das Wissen und die Erfahrungen wichtiger Akteuren und Experten zum politischen Kontext von psychosozialem Risikomanagement am Arbeitsplatz exploriert wurden. Besondere Berücksichtigung fanden dabei die Perspektiven der verschiedenen Akteursgruppen, sowie Unterschiede zwischen neuen und alten EU Mitgliedsstaaten.
Insgesamt wurden in dem Projekt folgende Ziele verfolgt:
- Sammlung und Weiterentwicklung von bestehendem Wissen, Bestandsaufnahme vorhandener Methoden zur Beurteilung der Häufigkeit und der Auswirkungen von psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz
- Entwicklung von internationalen Standards und Indikatoren zu Stress und Belästigung/Gewalt am Arbeitsplatz.
- Entwicklung von detaillierten Empfehlungen und praxisgestützten Anleitungen für beispielhaftes Management psychosozialer Risikofaktoren am Arbeitsplatz - zur Förderung einer klaren und einheitlichen Herangehensweise im europäischen Rahmen.
- Verbreitung der Projektergebnisse unter Akteuren und Sozialpartnern, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU), um das Bewusstsein für die Problematik zu steigern und Engagement und "gute Praxis" zu fördern.
Ansprechpartner in der BAuA
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Nöldnerstraße 40-42
10317 Berlin
Michael Ertel
Gruppe 3.5 "Psychische Belastungen, Arbeitszeitgestaltung, Betriebliches Gesundheitsmanagement"
Tel. 030 51548-4415
Fax 030 51548-4170
ertel.michael@baua.bund.de
Ulrike Stilijanow
Gruppe 3.5 "Psychische Belastungen, Arbeitszeitgestaltung, Betriebliches Gesundheitsmanagement"
Tel. 030 51548-4442
Fax 030 51548-4170
stilijanow.ulrike@baua.bund.de

